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Gelungener Projektstart an der Johannesschule

Ein Bus mit vielen kleinen Füßen

Sassenberg

Wenn man die vielen kleinen Schritte auf dem Weg zur Schule gemeinsam geht mit den Mitschülerinnen und Mitschülern, dann fällt der Weg auch leichter – zumal, wenn Eltern auch noch für eine sichere Begleitung sorgen. Das Projekt „Laufbus“, das für die Johannesschule nun Premiere hatte, verlief am ersten Tag reibungslos. Ziel der Aktion: Schüler und Eltern sollen motiviert werden, zu Fuß zur Schule zu gehen.

Ab „Volksbank-Bushaltestelle“ gingen Finja und Lehrerin Foto: Michèle Waßmann

Der farbenfrohe Bus der „blauen Linie“ aus Richtung „Ecke Christian-Rath-Straße“ hatte am Donnerstagmorgen 22 kleine und vier große Füße. Gut gelaunt kam der „Laufbus“, der zuvor auch am „Trink Fuchs“ und Pfarrheim Passagiere aufgenommen hatte, an der Johannesschule an – und das fast zeitgleich mit der „gelben und grünen Linie“. Zum Start des Laufbus-Projektes gab es keine Verspätungen oder kurzfristige Fahrplanänderungen. Alles klappte reibungslos. Und die Fahrgäste und Busfahrerinnen freuten sich, dass es weder eine Maskenpflicht gab, noch Fahrscheine gelöst werden mussten.

Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“

Anlässlich der Aktionswoche „Zu Fuß zur Schule“ hat die Johannesschule das Projekt „Laufbus“ gestartet. Echte Haltestellenschilder wurden entworfen, laminiert und an den neun Busstopps angebracht. Das Planungsteam, bestehend aus den Lehrerinnen Melanie Brockmeyer und Johanna Surmann sowie den Müttern Yvonne Wilp, Kerstin Sawadski und Ruth Eying hatte alles bestens vorbereitet und freut sich, dass sich mittlerweile schon einige weitere Mitstreiter gefunden haben.

Linie grün an der Volksbank – das Haltestellenschild ist gut erkennbar. Foto: Foto: Michèle Waßmann

Ziel der Aktion ist es, noch mehr Kinder und Eltern dazu zu motivieren, zu Fuß zur Schule zu gehen. Dabei funktioniert das Prinzip des Laufbusses ganz einfach. Eine Gruppe von Jungen und Mädchen geht gemeinsam zu Schule und wird von zwei Eltern begleitet. Zur Johannesschule gibt es drei Linien. Die Grüne startet bei Möbel Brameyer und hält an der Ecke Tondorfstraße und der Volksbank wo jeweils „neue Fahrgäste“ aufgenommen werden. Die gelbe Linie führt von der Ecke Wagnerstraße über Penny und Elektro Bußmann zur Johannesschule. „Neben der Förderung der Gesundheit und und der Entlastung der Eltern geht es natürlich auch um die Umweltschonung“, unterstreicht Melanie Brockmeyer, Pädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase der Johannesschule Sassenberg.

Linie Blau: aus Richtung Ecke Christian-Rath-Straße mit den Müttern Martina Böwer und Thivya Aganthan. Foto: Foto: Michèle Waßmann

Bei der Premiere am Donnerstagmorgen machten sich Brockmeyer und Erstklässlerin Finja ab Möbelhaus Brameyer auf den Weg. Auch wenn der Tornister im Laufe der vielen kleinen Schritte gefühlt immer schwerer wurde, meisterte die Sechsjährige die ganze Distanz mit nur einer kleinen Pause. Der siebenjährige Hennes ließ sich von seiner Mutter bis zum Parkplatz an der Volksbank bringen, um das Laufbus-Projekt zu unterstützen. Und er denkt schon weiter: „Wenn ich den ‚Fahrrad-Führerschein‘ habe und in die vierte Klasse gehe, kann ich allein durch den Brook zur Schule radeln“ freut er sich schon jetzt.

Zu Fuß zur Schule: Linie Gelb ist auf dem Weg. Foto: Foto: Michèle Waßmann

Schulleiterin Maria Erdmann lobte das Engagement der Eltern und Lehrkräfte für das zunächst auf eine Woche begrenzte Projekt. „Eine Verlängerung fände ich natürlich klasse“. Mitmachen können selbstverständlich auch Großeltern. Wichtig ist, das die Helferinnen und Helfer die Kinder nur begleiten. Die Haftpflicht obliegt weiterhin den Eltern. Wer mitmachen möchte, muss das nicht die komplette Woche, man kann sich auch für einzelne Tage melden.

Zu Fuß zur Schule gehen

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