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SC Füchtorf und Musikverein werden Hauptnutzer sein

Ein Haus für alle geschaffen

Füchtorf

Das „Multifunktionsgebäudes mit Dorfgemeinschaftsräumen“ wurde am Samstag in Füchtorf offiziell eingeweiht. Zugleich wurde der Festakt mit den Feierlichkeiten anlässlich des nun 75 plus einjährigem Bestehen des SC Füchtorf von 1946 verbunden.

Die Nachbarn der SC-Sportanlage überreichten den Verantwortlichen eine Eiche sowie eine Plakette. Foto: Christopher Irmler

Bürgermeister Josef Uphoff sprach von einem „neuen Festplatz“, der im Bereich zwischen Turnhalle, Dorfgemeinschaftshaus und Stadion entstanden sei. Helmut Benefader bezeichnete die entkernte und kaum wiederzuerkennende einstige Turnhalle neben der Grundschule schlicht als „Meisterwerk“: Am Samstagmittag erfolgte die feierliche Einweihung des „Multifunktionsgebäudes mit Dorfgemeinschaftsräumen“. So zumindest lautet rein verwaltungstechnisch der Name der ehemaligen Turnhalle, die als Dorfgemeinschaftshaus zukünftig besonders vom SC Füchtorf, der benachbarten Grundschule und dem Musikverein genutzt wird, aber auch allen anderen Füchtorfer Vereinen offen stehen soll.

Matthias Pries, Vorsitzender des SC

Zugleich wurde der Festakt mit den Feierlichkeiten anlässlich des nun 75 plus einjährigem Bestehen des SC Füchtorf von 1946 verbunden. Auch das alte Vereinsheim des SC – Uphoff sprach in diesem Zusammenhang von „Kernschrott“ – sei dank des großen Arbeitseinsatzes der Ehrenamtlichen und viel Herzblut nicht mehr wiederzuerkennen. „Hier ist jeder Euro bestens investiert“, so Uphoff . „Wir haben ein Haus für alle geschaffen“, lautete seine Überzeugung in Sachen Dorfgemeinschaftshaus, das dank moderner Lüftungsanlage zukunftsfest sei.

Ein wenig Arbeit steht noch an: Die alte Gasanlage der einstigen Turnhalle soll demontiert und durch eine Wärmepumpe und Photovoltaik ersetzt werden. Matthias Pries, Vorsitzender des SC, dankte Verwaltung und Rat für den Mut. Er sprach von einer „vielleicht einmaligen Gelegenheit, solch ein Projekt darzustellen“. Und weiter: „Wirklich stolz sind wir auf die 3200 dokumentierten Stunden Eigenleistung“, sagte Pries mit Blick auf wahre Kraftakte rund um die Baumaßnahmen. Sein Dank galt daher allen Ehrenamtlern, die planten, mit anpackten, Kinder zu Auswärtsfahrten begleiteten oder Teams trainierten. „Ohne all diese Menschen wären die Gebäude nur leere Hüllen.“

Matthias Pries, Vorsitzender des SC

Pries schloss mit einem Appell. „Wie wichtig Vereinsarbeit ist, haben uns wohl die letzten drei Jahre klar gezeigt. Deshalb kann man nur an die Politik appellieren, die Unterstützung für die Vereine, in denen soviel Jugendarbeit betrieben wird, nicht abreißen zu lassen.“

Norbert Reisner, Ehren-Kreisvorsitzender des Fussball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW), gratulierte „einem Vorzeigeverein in unserem Kreis“ zum 75. plus ersten Geburtstag. und überreichte Pries eine Urkunde. Reisner sprach von einem „Projekt des Jahrzehnts“, der SC möge „weiterhin blühen, wachsen und gedeihen“.

Helmut Benefader ließ die Geschichte des 1946 gegründeten SC Revue passieren, als neun Männer die „Fußball-Freunde-Füchtorf“ ins Leben riefen – der später seinen heutigen Namen erhielt. 25 Jahre lang blieb Fußball die einzige Sportart des Clubs. Mittlerweile, so rechnete Benefader vor, sei bei rund 1100 Mitgliedern einer von drei Dorfbewohnern im Verein.

Für den religiösen Segen zeichneten die Pfarrer Michael Prien und Norbert Ketteler verantwortlich. Auf der Bühne nutzten die Verantwortlichen die Gelegenheit, Gruppenhelfer zu ehren und den Tanzformationen des Dorfs eine Plattform zu bieten. Smarties, Minis, Red Vibes, Funken und Tanzmariechen stellten auch außerhalb der fünften Jahreszeit ihr Können unter Beweis. Gegen 19 Uhr startete dann die stimmungsvolle „Rot-weiße Nacht“.

Dass die Begeisterung über die neuen Möglichkeiten keineswegs subjektiver Füchtorfer Natur waren, belegten auch die Reaktionen der Besucher. „Das ist ein Traum. Es ist wunderschön geworden. So eine Anlage wird man im gesamten Kreis nicht noch mal finden“, verlieh Antonius Laumann, ehemaliger Abteilungsleiter der Sassenberger VfL-Fußballer, seiner Begeisterung Ausdruck, nachdem ihn der SC-Ehrenvorsitzende Karl Schlingmann stolz durch die Räumlichkeiten geführt hatte.

Duelle zwischen den Fußballern des SC und VfL rundeten am Sonntag das Festwochenende ab. Übrigens: Laut Helmut Benefaders Blick in die Chronik startete der SC 1946 mit einem 5:2-Derbysieg gegen die Sassenberger Reserve; für das mit einjähriger Verspätung gefeierte Jubiläum schloss sich nun der Kreis.

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