1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Ein „Weiter so“ ist keine Alternative

  8. >

Dirk Groß unterstützt mit „Baumliebe“ die Umweltorganisation „Urgewald“

Ein „Weiter so“ ist keine Alternative

Sassenberg

Mit seinem Projekt „Baumliebe“ unterstützt l der Warendorfer Künstler Dirk Groß den Umweltschutz. Davon profitiert jetzt der Sassenberger Verein „Urgewald“.

Von Marion Bulla

Eine Spende in Höhe von 1000 Euro nahm Andrea Soth vom Künstler Dirk Groß entgegen. Das Geld investiert Urgewald in den Umweltschutz Foto: Andreas Poschmann

Angesichts der bereits gravierenden Anzeichen des Klimawandels und den daraus resultierenden Umweltproblemen, will der Warendorfer Künstler Dirk Groß aktiv einen Beitrag für den Umweltschutz leisten. Entstanden ist aus der Idee das Projekt „Baumliebe“.

Mittlerweile hat das Projekt Gestalt angenommen. Deutschlandweit vertreibt der Künstler mit Erfolg seine Werke und hat so bereits einiges an Spendengeldern akquiriert. Jetzt überreichte Groß eine 1000-Euro-Spende an die Sassenberger Umweltschutzorganisation „Urgewald“. „Wir freuen uns ganz besonders über diese Spende, weil etwas dahinter steckt und das Projekt ,Baumliebe‘ zudem sehr gut zu unserem Gründungsgedanken passt“, sagte Andrea Soth, Geschäftsführerin Finanzen und Leiterin Fundraising.

In einen größeren Zusammenhang gesetzt, legt Urgewald e.V. seinen Blick vor allem darauf, dass Kapital nicht in die Zerstörung der Umwelt fließt. Das geschieht zum Beispiel, in dem Unternehmen aus der Finanzindustrie dazu bewegt werden, ihr Geld nur in nachhaltige Kapitalanlagen zu investiert. „Das ist ein sehr großer Hebel“, sagte Andrea Soth. Sie bemängelt, dass die Öl-, Gas- und Kohleindustrie in weiten Teilen immer noch auf starkem Expansionskurs sei. „Das ist mit den Klimazielen von Paris nicht im geringsten vereinbar. Schließlich erleben wir gerade, was bei der weiterhin ungehemmten Verbrennung fossiler Ressourcen passiert“, verwies sie auf die Flutkatastrophe im Ahrtal. Fehlender oder wenig ambitionierter Umweltschutz komme die Menschen teuer zu stehen. „Der Wiederaufbau der Region Ahrtal wird über 30 Milliarden Euro kosten.“ Für den Künstler Dirk Groß drängt sich da nicht zu unrecht der Verdacht auf, dass „Klima als unangenehmes Beiwerk betrachtet wird.“ Ein „Weiter so“ sei demnach keine Alternative.

„Je länger wir zögern, desto schwieriger wird es. Und das sagen nicht irgendwelche Ökospinner, sondern die internationale Energieagentur“, machte Andrea Soth deutlich. Übrigens können sich auch Privatleute in den Kapitalmarkt und die daraus resultierenden Investitionen in fossile Ressourcen, Kriegsmaschinerie, Atomkraft oder Gentechnik einmischen. Schon die Wahl der Hausbank oder die richtige Wahl der privaten Kapitalanlage könne da einen Beitrag leisten.

Engagieren kann man sich auch mit dem Erwerb eines Baumliebe-Gemäldes. Denn ein großer Teil des Erlöses wird für den guten Zweck gespendet. „Ich bin den vielen Menschen sehr dankbar, die dieses Projekt unterstützen und freue mich natürlich über viele weitere Unterstützer“, unterstreicht der engagierte Künstler Dirk Groß mit Blick auf das Weihnachtsfest. Sein Atelier befindet sich in Warendorf an der Oststraße 3.

Startseite
ANZEIGE