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Christian Borgmann schlägt ein Gemeinschaftsprojekt vor - und würde es auch moderieren

Eine Halle für Sassenberg und Warendorf

Sassenberg/Warendorf

Weder Warendorf noch Sassenberg haben eine Eventhalle für Großveranstaltungen. Christian Borgmann hat eine Idee, wie für beide Orte gemeinsam Abhilfe geschaffen werden könnte.

Michèle Waßmann

Sassenberg und Warendorf haben keine Eventhalle. Um das zu ändern schlägt Christian Borgmann eine gemeinsame Lösung vor, die nicht nur den Narren genügend Platz für ihre Veranstaltungen bieten könnte. Foto: Frank Otte/Christopher Irmler /Achim Edler

Die vielzitierten Synergie-Effekte sind es auch, die Christian Borgmann dazu veranlasst haben, eine Gemeinschaftsaktion in Sachen Stadthalle vorzuschlagen. Denn eines haben Sassenberg und Warendorf gemeinsam: Sie haben keine Eventhalle. Borgmann geht als ehemaliges Ratsmitglied und Aktiver des Gebrasa Blasorchesters noch einen Schritt weiter und bietet im gleichen Atemzug seine Unterstützung als neutraler Moderator, Koordinator und Projektbegleiter an.

Den Anstoß für den Betriebswirt gegeben hat die Ankündigung der Kreienbaum sports & events GmbH, keine Großveranstaltungen mehr an der Splieterstraße in Warendorf durchführen zu können. „Aus dem Kommunalwahlkampf in Sassenberg weiß ich, dass auch dort nach Alternativen zum einzig verbliebenen Veranstaltungssaal gesucht wird“, unterstreicht Borgmann in einem Schreiben, das er an die Bürgermeister und die Fraktionen der Stadträte von Warendorf und Sassenberg geschickt hat. In Sassenberg werde zurzeit der Bedarf an Räumen bei den Vereinen abgefragt, ein Stadtgemeinschaftshaus müsse aber nicht in Konkurrenz zu einer Eventhalle stehen, betont Borgmann in seinem Schreiben.

Wichtig für das künftige Projekt sind ihm gleich sieben Punkte: Die städtischen Haushalte sollen nicht belastet werden. Das Gebäude soll langfristig und nachhaltig betrieben werden. Es muss flexibel für Groß- und Kleinveranstaltungen sein. Es muss flexibel für Feste, Konzerte, Ausstellungen ausgerichtet sein. Die Lokalitäten sollen von beiden Städten gleich gut erreichbar sein. Die Infrastruktur (Parkflächen, Zuwege) muss gegeben sein. Mensch, Tier und Umwelt sollen möglichst wenig belastet werden.

Die Vorstöße von Frank Strohbücker und Frank Otte als Investoren und Betreiber einer solchen Immobilie in Warendorf zeige ebenfalls, dass dort Bedarf besteht. „Beide sind auch bereit, Risiken einzugehen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen und ein Grundstück bereitgestellt werden. Fraglich ist, ob die Rentabilität gegeben ist, wenn innerhalb weniger Kilometer zwei Angebote entstehen. Sollte dies nicht der Fall sein, kann das weder im Sinne der Investoren, Betreiber noch Nutznießer sein. Hier liegt der Gedanke nahe, ein Gemeinschaftsprojekt anzustoßen“ fasst Borgmann in der Begründung für seinen Vorstoß zusammen. Nach der Beratung in den Fraktionen und der Bürgermeister soll das Thema laut Borgmann so schnell wie öffentlich diskutiert und angestoßen werden. Sollte er den Auftrag dazu bekommen, wolle er gerne die Moderation übernehmen.

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