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Treffen am Dreiländereck

Erinnerungen an den Salzschmuggel

Füchtorf

Seit über 30 Jahren laden die Heimatvereine aus Füchtorf und Versmold sowie der Kur- und Verkehrsverein Bad Laer einmal im Jahr zu einer besonderen Reise in die Vergangenheit ein. Am Sonntag freuten sich die Organisatoren über rund 200 Gäste.

Christopher Irmler

Birgit Schepers und Rolf Westheider traten in historischen Kostümen auf. Foto: Christopher Irmler

Am Dreiländereck erinnern die Vereine an Konflikte und alte Rivalitäten zwischen dem katholischen Bistum Münster und der evangelischen Grafschaft Ravensberg. Diese Vorurteile zwischen den beiden Konfessionen waren in früheren Tagen von Bedeutung. Im Grenzgebiet florierte einst auch der Salzschmuggel. Entsprechend griffen die Organisatoren die Klischees von den „modernen Lutheranern“ und den biederen Katholiken auf. Birgit Schepers, Vorsitzende des Kur- Verkehrsvereins, schlüpfte dabei in die Rolle der schmuggelnden Kötterfrau, Rolf Westheider, Stadthistoriker und Archivar in Versmold, mimte seinerseits den strengen Grenzer.

Auch in ihrem Dialog ging es um den Schmuggel des kostbaren Salzes und den genauen Grenzverlauf. Dieser kann mit Hilfe eines Schnatgangs genauer nachvollzogen werden. Dass das Thema der Grenzgänger auch heute ein Thema ist, machten die vielen vorbeifahrenden Radfahrergruppen deutlich. Schließlich führt die für Touristen konzipierte Grenzgängerroute an eben jenem Dreiländereck vorbei. „Das ist ja das Schöne. Man sieht einfach, dass diese Projekte angenommen werden und laufen“, freute sich Schepers.

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