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Praktika für Sekundarschüler

Erste Erfahrung im Arbeitsalltag

Sassenberg

Nach zweijähriger Coronapause schauten sich jetzt 101 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule drei Wochen lang in selbst gewählten Praktikumsbetrieben um. Eine positive Bilanz zogen die Praktikanten, die Lehrer und auch die Firmen.

-mi-

Bei Scheffer Krantechnik machten zeitgleich fünf Schüler ihr Praktikum (v.l.): Finn Peitz-Austermann, Paul-Spiegel-Berufskolleg Foto: Michèle Waßmann

Zufriedene Gesichter und positives Feedback von allen Seiten gab es gestern nach dem dreiwöchigen Schülerbetriebspraktikum im Jahrgang neun an der Sekundarschule. Nach der coronabedingten zweijährigen Zwangspause freuten sich die Betriebe, die Schülerinnen und Schüler, die sich in der Arbeitswelt umgucken konnten und auch die Lehrkräfte, die die Aktion im Rahmen der Berufsorientierung betreuten.

101 Jungen und Mädchen besuchten drei Wochen lang Betriebe in Sassenberg und umliegenden Orten. Exemplarisch vorgestellt wurden vom Didaktischen Leiter Jürgen Schürenkamp und den Klassenlehrern jetzt die Erfahrungen mit dem Unternehmen Scheffer Krantechnik, der Tischlerei Lückemeyer und der Stadtverwaltung Sassenberg.

Betriebe suchen händeringend Azubis

Bernd Scheffer ist generell sehr zufrieden mit den Praktikanten: „Einer hat sich schon für das kommende Jahr beworben. Das läuft bei uns gut mit Praktika und oder Probearbeiten“, bilanziert Scheffer und ergänzt: „Dieses Jahr sind all unsere Ausbildungsplätze bereits vergeben.“

Ganz anders bei der Tischlerei Lückemeyer. Da ist gerade der Azubi für dieses Jahr abgesprungen. Mit dem aktuellen Praktikanten haben Albert Lückemeyer und seine Kollegen gute Erfahrungen gemacht. Thilo Klaas kann sich gut einen handwerklichen Beruf vorstellen, möchte aber auch noch ein Praktikum als Landmaschinenmechatroniker machen.

Die betreuenden Lehrer haben all ihre Schüler in den Betrieben besucht und nachgefragt wie es Arbeitgebern und Praktikanten geht und gefällt. Dabei ist Marcus Ringhoff in diesem Jahr besonders aufgefallen, dass fast alle Arbeitgeber händeringend Auszubildende suchen – allen voran die Handwerksbetriebe.

An den Praktika schätzt Pädagogin Marina Mittelstädt am meisten, dass die Schülerinnen und Schüler für ihren Einsatz direkte Wertschätzung erführen. Im besten Fall heißt das Feedback: „Das hast du gut gemacht, Dich können wir gebrauchen“. Das tue den Schülern gut und motiviere. Manchmal können die Praktikanten sogar Selbsthergestelltes mit nach Haus nehmen, wie bei Scheffer. Dort frästen die Schüler einen Flaschenöffner in Gitarrenform aus einem Stück Metall. Der sieht gut aus und ist auch noch praktisch.

Als Didaktischer Leiter freut sich Jürgen Schürenkamp besonders, dass nun endlich wieder Praktika vor Ort möglich seien. „Dieses Element bei der Berufsorientierung ist das mit den authentischsten Erfahrungen“, schwärmt er und dankt den Betrieben und deren Mitarbeitern für die gute Betreuung der Sekundarschüler.

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