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VfL Sassenberg: Vorstandslösung auf der Zielgeraden

„Es finden sich kaum Ehrenamtliche“

Sassenberg

Es ist mittlerweile ein schwieriges Unterfangen für einen Verein, noch Menschen finden, die sich engagieren wollen. Das bekommt auch der VfL Sassenberg zu spüren. Doch aktuell gibt es noch eine gute Lösung für den Vorstand.

Von Christopher Irmler

Martin Lüffe (3.v.r.) und sein Stellvertreter Simon Berheide (r.) gratulierten den Jubilaren Frederik Holz, Alen Celikel, Gudrun Korte und Franziska Ruhe. Foto: Christopher Irmler

Frühzeitig hatte Martin Lüffe seinen Rückzug von der Spitze des VfL Sassenberg angekündigt und sich auf Nachfolgersuche begeben. Lange, so berichtete Lüffe am Donnerstagabend im Rahmen der Jahreshauptversammlung, vergeblich. Doch in der letzten Woche und nach einem mehrstündigen Gespräch mit Simon Berheide, aktuell Vorsitzender der Badminton-Abteilung, habe man quasi auf der Zielgeraden eine Lösung gefunden. So stellte sich Lüffe nochmals für zwei Jahre zur Wiederwahl, Berheide wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt und soll - so der Ansatz - 2024 Lüffes Nachfolge antreten. Langkamp bleibt seinerseits, ebenso wie Robert Schräder, als Beisitzer im Vorstand. Damit wären zumindest die Personalfragen an der Spitze des derzeit 1757 Mitglieder und 103 Übungsleiter zählenden Vereins geklärt. Anders sehe es an der Basis in den Abteilungen aus, so Lüffe.

„Es finden sich kaum noch Ehrenamtliche, die sich engagieren wollen.“ Ließe sich diese Entwicklung nicht stoppen, seien einige Abteilungen gezwungen, Angebote einzustellen oder manche Mannschaft abzumelden. Besonders betroffen sei der Jugendbereich der VfL-Fußballabteilung. Dabei haben Verein und Stadt in Zukunft eine Menge vor. Bürgermeister Josef Uphoff gratulierte den Verantwortlichen zum von Kassiererin Lena Tönnemann präsentierten soliden Zahlenwerk. Das sei in Pandemiezeiten alles andere als selbstverständlich. Zugleich versprach Uphoff Investitionen in die sportliche Infrastruktur.

Zwei Aufträge für Reparaturen an der Tribünenüberdachung im Waldstadion sowie einen ersten Bauabschnitt der Zaunanlage seien bereits vergeben, zwei weitere Bauanträge bezüglich des Obergeschosses des Sportlerheims sowie eines Anbaus für Bälle seien in Arbeit.

Kontaktaufnahme in Sachen Aschebahn

Zudem habe die Stadt Fachbüros wegen der Aschebahn kontaktiert. Der Erbbaurechtsvertrag über das Areal laufe noch rund zehn Jahre. Entsprechend gelte es, Gespräche zu führen, bevor Investitionen im siebenstelligen Bereich getätigt würden. Erfreulichen Pflichten muss derweil Lüffe nachkommen. So wird die Ehrung von Rudi Sökeland für dessen 50-jähriges Engagement im VfL - zunächst als Fußballtrainer, seit 30 Jahren in der Berg- und Wandersportabteilung - nachgeholt. Dies gilt auch für die Auszeichnung von Josef Wiewel, der dem Verein seit stolzen 75 Jahren die Treue hält.

Der VfL Vorstand v.l.: Robert Schräder, Martin Lüffe, Lena Tönnemann, Simon Berheide, Jutta Lüffe, Frank Langkamp, Michael Lentz. Foto: Foto: Christopher Irmler

Ihre 25-jährige Mitgliedschaft feierten Alen Celikel, Norbert Gode, Marion Hokamp, Frederik Holz, Gudrun Korte, Marion Lange, Jannick Neukötter, Franziska Ruhe, Steffen Tarner, Oliver Thöne, Gisela Tönnemann, Julia Zumbrink und Jürgen Zurwieden.

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