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Bis zum Sommer sollen die meisten Arbeiten im Denkmal fertig sein

Es tut sich viel im Alten Zollhaus

Sassenberg

Es darf endlich am Alten Zollhaus weitergebaut werden. Dr. Elisabeth Baxhenrich-Hartmann ist optimistisch, dass die meisten Arbeiten bis zum Ende des Sommers fertig sein werden. Bis dahin ist zwar noch viel zu tun, aber das Vorstandsteam der Initiative Stadtprojekt Sassenberg, hat auch in Corona-Zeiten mit Abstand und in höchstens Zweier-Teams eine Menge geleistet.

Michèle Waßmann

Detail Fenster Foto: Michèle Waßmann

„Endlich ist die erwartete Baugenehmigung zur Weiterführung eingegangen mit dem Ziel, das Denkmal soweit fertigzustellen, dass es sowohl als architektonisches Schmuckstück im Ortsbild wahrgenommen wird, als auch als Treffpunkt kultureller und geselliger Zusammenkünfte dienen kann“, schwärmt Dr. Elisabeth Baxhenrich-Hartmann und fügt optimistisch hinzu, dass die meisten Arbeiten bis zum Ende des Sommers fertig sein sollen. Bis dahin ist zwar noch viel zu tun, aber das Vorstandsteam der Initiative Stadtprojekt Sassenberg, hat auch in Corona-Zeiten mit Abstand und in höchstens Zweier-Teams eine Menge geleistet. Bei etlichen Wochenendeinsätze mehrerer Mitglieder wurden zum Beispiel Bäume und Strauchwerk zurückgeschnitten und das Grundstück entrümpelt. Die Grundmauern des Westflügels und der Nordseite wurden freigelegt, um Feuchtigkeitsbarrieren anbringen zu können. Der Brunnen als Gefahrenstelle wurde abgebaut und vorerst abgedeckt.

Josef Lutterbeck

Der Westflügel wurde ausgeräumt und für die Feuchtigkeitsversiegelung vorbereitet und vieles mehr. Bei der Planung und Koordination der Handwerker für das Zollhaus hat der Verein Laurenz Sandmann als Baustellenkoordinator gewinnen können. Er hat in Absprache mit dem Architekten und dem Vorstand die Gewerke zusammengestellt, Kontakt zu den Firmen aufgenommen und die Aufträge vergeben. Nun sind die neun neuen historischen Holzfenster mit den kunstvollen Beschlägen schon drin. Es hat bisher alles nahezu reibungslos geklappt. Neben der Feuchtigkeitssperre wurde das Mauerwerk außen am Westflügel auf Vordermann gebracht (Neuverfugung, Austausch von defekten Vollziegeln, Gefache ausbessern) sowie Zimmermannsarbeiten im Westflügel gemacht und die „Hille“ rekonstruiert.

Baxhenrich Hartmann und ihr Stellvertreter Josef Lutterbeck würden wieder gern mehr Kontakt mit den Mitgliedern aufnehmen, sobald es coronaconform geht. Ab Mai sollen an jedem dritten Donnerstag im Monat wieder „lockere Mitgliedertreffen“ in der gut eingerichteten „Schankstube“ stattfinden. Wenn die Inzidenzzahlen es zulassen, startet die Reihe am 20. Mai um 18 Uhr mit einer Führung durch das Haus.

Wer immer auf dem neuesten Stand der Zollhaus-Entwicklungen sein möchte, kann sich auf der von Benno Sökeland überarbeiteten Internetseite bestens informieren. Neben spannenden Daten, Zahlen und Fakten zum Projekt und dem 1733/34 erbauten Zollhaus sind dort Zeitungsberichte und auch Fotos des aktuellen Vorstandes mit treffenden Untertiteln zu sehen. Beitrittsformulare und auch die Nummer des Spendenkontos lassen sich dort finden.

Ein schlüssiges Nutzungskonzept als Heimatmuseum und auch Veranstaltungsraum für Kulturelles sowie Familien und Vereine soll in Naher Zukunft mit den Mitgliedern abgestimmt werden. Zunächst müssen aber noch etliche Bauarbeiten erledigt werden. „Und die Preistafel für unsere Einweihungsfeier überarbeite ich auch noch“, verrät Lutterbeck schmunzelnd mit dem Blick auf eines der neueren Fund- und Ausstellungsstücke im Zollhaus.

Ob es allerdings zur Eröffnung Töttchen oder belegte Brote gibt – und zu welchem Preis, steht bis jetzt noch nicht fest. Auf jeden Fall wird beides weder für 30 Pfennige noch 30 Cent zu haben sein.

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