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Umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten an der Gnadenkirche

Es werde energiesparend Licht

Sassenberg

Die evangelische Gnadenkirche wird umfangreich renoviert. Dazu gehört auch die Erneuerung des Lichtes. Statt der stromintensiven Kugelleuchten aus den 70er Jahren, strahlen nun moderne helle LED-Leuchten.

Ulrike von Brevern

Die neue LED-Beleuchtung ist zur Zeit wegen der Malerarbeiten teilweise in Folie eingepackt. Dennoch macht sie den Kirchenraum schon jetzt richtig hell, demonstriert Pfarrer Michael Prien. Foto: Ulrike von Brevern

„Das ist schon mal Licht!“ Pfarrer Michael Prien ist mehr als zufrieden mit den neuen Leuchten, die künftig die evangelische Gnadenkirche erhellen werden. Die Gemeinde hat die Corona-Zeit mit ihrem Gottesdienststopp genutzt, um die zwangsläufig leere Kirche gründlich zu modernisieren. Statt der stromintensiven Kugelleuchten aus den 70er Jahren, strahlen nun moderne helle LED-Leuchten. Im Anschluss an die Elektroarbeiten haben sofort die Maler das Zepter übernommen. Am Sonntag Palmarum und damit zu Beginn der Karwoche vor Ostern wird alles fertig sein, ist Prien überzeugt. Ob dann allerdings schon wieder Gottesdienste stattfinden werden, da ist der Pfarrer eher skeptisch.

Rund 25 000 Euro steckt die Gemeinde inklusive der aufwendigen Elektroarbeiten in die neue Ausleuchtung. Die Hängeleuchten sind anders als ihre Vorgänger nicht zentral, sondern über den Bankreihen angeordnet. So spenden sie den Gottesdienstbesuchern unmittelbarer Licht. Sie strahlen nach oben und unten und sind je Lichtrichtung unabhängig dimmbar. Zusätzlich tragen Wandleuchten zwischen den Fenstern und einige Strahler zur stimmungsvollen Ausleuchtung bei. „Das wirkt lichtfreundlich und modern, ohne den Charakter der Kirche von 1952 zu zerstören“, würdigt Prien den Gesamteindruck.

Für die Auswahl und Platzierung der Leuchten hat sich das Presbyterium der Gemeinde von einer erfahrenen Lichtmanufaktur beraten lassen. Ergebnis ist ein unverkennbar hellerer Kirchenraum. Das sei allerdings auch genau so gewollt, berichtet Prien. „Die Sehgewohnheiten haben sich geändert, die Menschen wollen mehr Licht.“ Gleichzeitig lobt der Pfarrer die eher unauffällige Gestaltung der Leuchten, die er sich zuvor auch in anderen Kirchenräumen angesehen hatte. „Die Lampe an sich ist nicht die Aussage, sondern das Licht!“

Da die neue Beleuchtung umfangreiche Elektroarbeiten erforderte, war es folgerichtig sie zusammen mit den Malerarbeiten zu planen, hält Prien fest. Zwar wurde das Kirchlein erst 2015 von innen neu gestaltet. Bei der kostengünstig errichteten Nachkriegskirche mit ihrer mangelnden Dämmung, sei ein frischer Anstrich allerdings leider häufiger notwendig.

Ist die Kirche fertig, hören die Bauarbeiten für die Gemeinde allerdings noch nicht auf. Der Pfarrer und seine Frau sind aus persönlichen Gründen innerhalb Sassenbergs umgezogen. Das Pfarrhaus soll nun vermietet werden soll. Bis dahin muss Prien allerdings noch ein neues Dienstzimmer bekommen. Dafür wird die im Kirchenanbau eingerichtete kleine Flüchtlingswohnung umgebaut. Die Stadt hofft bis Ende April für die derzeitigen Mieter eine neue Unterbringung gefunden zu haben.

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