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Amtsgericht verurteilt Versmolder zu einer Geldstrafe

Exhibitionist: Frau fühlt sich bedroht

Warendorf/Sassenberg

Ein Versmolder zeigte sich vor dem Warendorfer Amtsgericht geständig. Eine Frau hatte sich bedroht gefühlt, als er sich in einem Waldgebiet, das an „den Butterpatt“ angrenzt, selbst befriedigte.

-cirm-

Eine Geldstrafe erhielt ein Versmolder vor dem Warendorfer Amtsgericht. Foto: Archiv

Wegen der Erregung öffentlichen Ärgernisses musste sich am Donnerstag ein 30-jähriger Versmolder vor dem Warendorfer Amtsgericht verantworten.

Laut Anklage hatte er sich am Morgen des 27. März in einem an den „Butterpatt“ (B 475) grenzenden Waldgebiet selbst befriedigt - und war dabei von einer Frau gesehen worden. Diese hatte sich durch die Situation bedroht gefühlt und die Polizei alarmiert.

Eine Zeugenaussage vor Gericht ersparte ihr der geständige Angeklagte. Vor Gericht entschuldigte er sich. Er schäme sich und habe, auch aufgrund des schlechten Wetters, nicht mit der Anwesenheit anderer Menschen gerechnet. „Das ist eine Ecke, die nicht ganz so menschenleer ist, wie Sie glauben“, warf die Vorsitzende Richterin dazu kommentierend ein. Die Spaziergängerin habe er nur von Weitem gesehen, fuhr der Versmolder fort. Er habe nicht mitbekommen, dass sie, nachdem sie vorbeigegangen war, umgekehrt und ein zweites Mal an ihm vorbeigegangen sei. Zudem habe er einen Joint geraucht und sei enthemmt gewesen. Während die Anklage für das Fehlverhalten 40 Tagessätze zu je 25 Euro gefordert hatte, beließ es das Gericht bei 30 Tagessätzen zu je 20 Euro.

„Er ist in einem Waldgebiet gewesen und hat die Situation falsch eingeschätzt“, so die Vorsitzende.

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