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Lomax-Freunde präsentieren ihre Roadster während des Spargelfrühlings

Fachgespräche an der Motorhaube

Füchtorf

Die Besucher des Spargelfrühlings zeigten sich schnell interessiert, als sie die Lomax-Roadster auf der Vinnenberger Straße entdeckten. Die Autos, deren Rahmen und Achsen von einer „Ente“ stammen, sind ansonsten komplett von den Schraubern in der heimischen Werkstatt oder der Garage konstruiert worden. Kein Wunder, dass diese mit einigen interessanten Details aufwarten konnten.

Von Christoph Irmler

Herbert Lambrecht und Siegfried Vorwerk fachsimpelten über die vielen technischen Details der auf der „Ente“ basierenden Fahrzeuge. Eine Geschwindigkeit von 136 Kilometern pro Stunde ist auf der Autobahn schon drin. Der Sendenhorster Detlef Friedag trotzte dem wechselhaften Wetter und fuhr zum „Heimspiel“ nach Füchtorf.Traditionell reihten sich die Lomax während des Spargelfrühlings auf der Vinnenberger Straße auf. Foto: Christopher Irmler

Wo immer sie fahren oder stehen, ziehen sie schnell die Blicke auf sich: Die Rede ist von den schnittigen Lomax-Roadstern. Am vergangenen Wochenende trafen sich Freunde der auf der legendären „Ente“, offiziell Citroën 2CV bezeichnet, basierenden Fahrzeuge in Füchtorf.

Insgesamt zwölf Lomax fuhren auf der Wiese der Pension Buschkotten zum Münsterländer Lomax-Treffen vor. Wahrscheinlich, so bedauerte Detlef Friedag, habe das wechselhafte Wetter einen größeren Rahmen verhindert. Für den Sendenhorster war die Teilnahme eine Selbstverständlichkeit. „Ich habe ja quasi ein Heimspiel.“ Lomax-Freunde aus der Ferne dürften da schon eher gezögert haben, mit ihren offenen, gegen Wind und Wetter praktisch gar nicht geschützten Vehikeln nach Westfalen zu kommen.

Neben einer gemeinsamen Ausfahrt gehörte der traditionelle Auftritt auf dem Spargelfrühling zum dreitägigen Programm. So reihten sich die Roadster am Sonntag auf der Vinnenberger Straße auf. Schnell kamen sie mit interessierten Besuchern ins Gespräch. Der Rahmen und die Achsen stammen von einer „Ente“, den Rest konstruierten die Schrauber selbst. „Ich habe mein Auto in meiner Garage gebaut“, sagte Friedag. Das habe drei Jahre in Anspruch genommen. Die erste TÜV-Abnahme sei noch kompliziert, danach gehe es.

Mancher Passant staunte über die Resultate der heimischen Schraubereien und Tüfteleien. Sowas, entfuhr es einem neugierigen Betrachter, sei heute undenkbar.

136 Stundenkilometer auf der Autobahn

Bei der Frage, wie schnell das Fahrzeug eigentlich fahren könnte, greifen die Lomax-Fahrer auf ihr Navi zurück – die Tachonadel kann den exakten Wert nicht mehr anzeigen, sondern liegt auf. Doch 136 Stundenkilometer auf der Autobahn seien trotz lediglich 28 PS durchaus möglich. „Am billigsten fahre ich, wenn meine Frau neben mir sitzt“, räumte etwa Herbert Lambrecht schmunzelnd ein, der mit Siegfried Vorwerk über die technischen Details fachsimpelte. Lambrecht schraubt und fährt seit zehn Jahren mit seinem Lomax durch die Gegend. Das luftgekühlte Fahrzeug sei eigentlich ein Schönwetterauto, so die Fahrer. Was sie meinen: Neben dem fehlenden Schutz vor Regen sucht man eine Heizung in den offenen Roadstern vergeblich.

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