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Geringe Wahlbeteiligung enttäuscht vor Ort

Fast doppelt so viele Briefwähler

Sassenberg/Füchtorf

CDU und Grüne sind bestens zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Landtagskandidaten vor Ort. Die für Sassenberg und Füchtorf geringe Wahlbeteiligung mit unter 60 Prozent enttäuscht dagegen die Lokalpolitiker im Rathaus.

Von Michèle Waßmann

Lars Brenne, der im Wahllokal im Gemeindehaus auch Wahlvorsteher ist, gibt seine Wahlbenachrichtigung an Schriftführer Helmut Helfers, bevor er „in seinem Wahllokal“ zur Urne schreitet. Foto: Michèle Waßmann

„Mit so einem bitteren Ergebnis habe ich nicht gerechnet und eine solche Abstrafung auf Landesebene nicht erwartet“, bilanzierte gestern Abend Johannes Philipper (FDP) und fügt enttäuscht hinzu, dass die Liberalen auch auf kommunaler Ebene ein nur mittelmäßiges Ergebnis erreicht hätten.

Frederik Holz (Vorsitzender der CDU) sieht in dem sehr guten Abschneiden der Christdemokraten einen klaren Regierungsauftrag. Sein Lob gilt im Nordkreis Warendorf vor allem Daniel Hagemeier, der viele Fördertöpfe gerade für Sassenberg mitgeöffnet habe. Ein dickes Lob für die Kandidatin Hedwig Tarner gab es auch vom Parteikollegen Norbert Westbrink, der sich über mehr Frauenpower in der Politik freut.

Klaudius Freiwald (SPD) vermutet vor allem in den Wählerabwanderungen von den Sozialdemokraten zu den Grünen den Verlust seiner Partei auf Landesebene und auch vor Ort. Allerdings müsse jetzt erst einmal abgewartet werden, welche Koalitionen sich bilden.

Rekord bei der Briefwahlbeteiligung mit 2371 abgegebenen Stimmen von insgesamt 10671 Wahlberechtigten. Dafür waren eigens drei Briefwahlbezirke eingerichtet worden, um dem Ansturm bewältigen zu können. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren wählten 1233 Männer und Frauen von 10615 Wahlberechtigten per Brief. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in Sassenberg und Füchtorf bei 58,16 Prozent (2017 waren es 65,5 Prozent).

Bestens besucht war auch das Wahllokal im evangelischen Gemeindehaus. Von exakt 777 Wahlberechtigten hatten dort gestern gegen 15.30 Uhr 190 Männer und Frauen ihre Stimme abgegeben. Zusammen mit rund 200 Briefwählern war die „50-Prozent-Marke“ damit geknackt. „Bürger haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten“, unterstrich in diesem Zusammenhang Wahlvorsteher Lars Brenne. Aber die Sassenberger hatten ja noch bis 18 Uhr Zeit, die Wahlbeteiligung „nach oben zu treiben“. Und so war es denn auch; bis zur Schließung des Wahllokales hatte der Wahlvorstand mit Schriftführer Helmut Helfers und den Beisitzern Alexander Auf der Landwehr und Martin Sach gut zu tun und um 18.26 waren sie auch die ersten, die in Sassenberg und Füchtorf ausgezählt hatten.

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