Hauptversammlung der Feuerwehr

Fokus auf Kameradschaft legen

Sassenberg

Nach dem Corona-Jahr spielte das Thema Kameradschaft eine zentrale Rolle im Rahmen der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Sassenberg. Angesichts der guten Inzidenzwerte und des Impfstatus in der Wehr soll dieses Thema nun wieder in den Vordergrund rücken.

Von Ulrike von Brevernund

Dieter Volkmar (Mitte) wechselt aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteillung. Foto: Feuerwehr

Die diesjährige Jahreshauptversammlung könnte als bislang kürzeste in die Annalen der Freiwilligen Feuerwehr eingehen: Nach gerade einmal 35 Minuten beendete Feuerwehrleiter Matthias Freese die Zusammenkunft bereits, die – ebenfalls eine Premiere – online stattfand. „Ich hoffe, es bleibt auch die einzige Online-Hauptversammlung“, sagte Bürgermeister Josef Uphoff in seinem Grußwort und fand damit größte Zustimmung bei der Wehrführung bis hin zu Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann.

75 Jahre in der Feuerwehr ist Wilhelm Tönnemann (2.v.r.) – dafür wurde er besonders geehrt. Foto: Feuerwehr

Nach dem Corona-Jahr spielte das Thema Kameradschaft eine zentrale Rolle. „Wir haben viele Ziele erreicht, aber eins nicht: die Kameradschaftspflege“, gab Freese zu und rief dazu auf, das Thema angesichts der guten Inzidenzwerte und des Impfstatus in der Wehr nun wieder in den Vordergrund zu rücken. Dafür gebe es positive Perspektiven: Ab Juli sollen wieder gemeinsame Zugübungen möglich sein, sowohl um die dringend notwendige Abstimmung im Zugeinsatz zu proben, aber auch um „den soziokulturellen Bereich zu schärfen“, sprich das Miteinander auf persönlicher Ebene. Im Mai kommenden Jahres wird zudem der kreisweite Leistungsnachweis der Feuerwehren in Sassenberg stattfinden, verbunden mit entsprechenden gemeinsamen Anstrengungen der Kameraden bei der Planung im Vorfeld.

Ein einsatztechnisch normales Jahr

Bei alle Besonderheiten in anderen Bereichen sei das abgelaufene Jahr „einsatztechnisch ein relativ normales Jahr gewesen“, blickte Freese zurück. Der Löschzug Füchtorf fuhr 38 Einsätze berichtete Zugführer Michael Lienker, davon waren acht Brandeinsätze und 26 technische Hilfeleistungen. Für den Löschzug Sassenberg berichtete Zugführer Dirk Koßmann von 77 Einsätzen, davon bei drei großen, sieben mittleren und zehn kleinen Bränden. Die Kameraden rückten zudem zu acht Unfällen aus, zweimal war dabei auch Menschenrettung gefordert. Die Ausbildung litt in beiden Löschzügen unter den Coronabedingungen. Kreisbrandmeister Gottmann kündigte jedoch an, dass nach den Sommerferien wieder Lehrgänge starten sollen, insbesondere sei ein verkürzter Truppenführerlehrgang geplant.

Auch Neuaufnahmen gab es bei der Feuerwehr. Foto: Feuerwehr

„Wir können nicht auf eure Arbeit verzichten!“, betonte Bürgermeister Josef Uphoff im Interesse der Stadt. Um die Aufgaben des Brandschutzes wahrnehmen zu können, erhalte der Sassenberger Löschzug noch in diesem Jahr ein neues Hilfeleistungsgruppenfahrzeug, ein HLF 10. Für Füchtorf steht ein Einsatzleitfahrzeug auf dem Plan, das 2022 ausgeliefert werden soll.

Ehrungen im kleinen Kreis

Die traditionellen Ehrungen und Beförderungen waren bereits im Vorfeld feierlich im kleinen Kreis erfolgt. Herausragend war dabei das Jubiläum von Wilhelm Tönnemann. Er ist bereits seit 75 Jahren Mitglied der Wehr. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Wilhelm Hartmann geehrt, für 40 Jahre Alfred Blömker, Norbert Fischer und Manfred Pohl. Sechs junge Männer wurden neu aufgenommen, ein Kamerad wechselte in die Ehrenabteilung. Insgesamt besteht die Wehr derzeit aus 119 Aktiven in der Einsatzabteilung und 26 Mitgliedern in der Ehrenabteilung.

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