DLRGler treffen sich zu digitalen Dienstabenden

Fortbildung auf Distanz

Sassenberg

Corona hat das Vereinsleben lahmgelegt. Jetzt hat die Ortsgruppe Sassenberg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beschlossen, die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer wieder mehr vorantreiben. Solange die Kontaktbeschränkungen bestehen, erstmal mit digitalen Veranstaltungen.

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Der Fortbildungsbetrieb der DLRG nimmt wieder Fahrt auf – vorerst auf Distanz Foto: DLRG

Schon über ein Jahr lang bestimmt die Corona-Pandemie viele Aspekte des öffentlichen und privaten Lebens. Betroffen sind auch die Vereine, die ihren Trainingsbetrieb, aber auch den Aus- und Fortbildungsbereich fast komplett zurückfahren mussten. Die Ortsgruppe Sassenberg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat nun beschlossen, die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer wieder mehr vorantreiben. Solange die Kontaktbeschränkungen bestehen, erstmal mit digitalen Veranstaltungen.

Einsatzkräfte der DLRG sind in vielen Bereichen aktiv, heißt es in der Pressemitteilung. Bei geschlossenen Schwimmbädern fällt der Trainingsbetrieb natürlich aus. Und auch viele Großveranstaltungen, auf denen ein Sanitätsdienst benötigt wird, finden nicht statt. Gerade deshalb gilt es aber, sich auf dem neusten Stand zu halten und Altbekanntes regelmäßig aufzufrischen.

Und im Bereich Sanitätswesen gibt es auch ein bürokratisches Problem. Die Scheine der Einsatzkräfte laufen ab, wenn sie nicht rechtzeitig an Fortbildungen teilnehmen.

„Eine Online-Veranstaltung kann die praktische Übung vor Ort niemals ersetzen“, gibt Sanitätsausbilder Marc Metten zu bedenken. Gerade die Übungen mit geschminkten Darstellern seien eigentlich ein zentraler Aspekt der Sanitätsausbildung. Die Einsatzkräfte könnten sich dabei mit dem Material vertraut machen und in der sicheren Übungssituation den Umgang mit Patienten erlernen. „Das fehlt natürlich. Wir werden die Praxisanteile aber nachholen, sobald die Pandemie das zulässt“, versichert Metten.

Zumindest die medizinischen Hintergründe lassen sich aber auch am Laptop lernen und so fanden bereits Veranstaltungen zu Themen wie der Herz-Lungen-Wiederbelebung oder der Versorgung von Schwerverletzten und ein Abend mit Fallbeispielen statt.

Und nicht nur in der Medizin lernen die Einsatzkräfte wieder. Trotz aller Einschränkungen steht die DLRG weiterhin rund um die Uhr für die Örtliche Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz zur Verfügung. Auch im Einsatzbereich finden Dienstabende statt, etwa zum Digitalfunk, zum Umgang mit dem vereinseigenen Generator oder zur Organisationsstruktur im Katastrophenschutz in NRW.

„Wir sind froh, dass es mit der Fortbildung der Ehrenamtlichen nun weitergeht“, meint auch Tauchwart André Altenau. Doch auch hier stellt sich das Problem, dass der Umgang mit dem Material und die Zusammenarbeit unter den Einsatzkräften eigentlich nur vor Ort richtig geübt werden können. Altenau wünscht sich deshalb: „Wir hoffen, dass sich die Corona-Lage bald entspannt und wir wieder richtig durchstarten können!“ Bis dahin sind die digitalen Dienstabende ein Kompromiss und ein Neustart in den Fortbildungsbetrieb.

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