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Historische Rundgänge

Geschichtliche Erkundungstour

Sassenberg

Die Pläne des „Arbeitskreises Geschichte“ wurden jetzt von Josef Schilling vorgestellt – Schilling hat fast 30 Jahre in der Stadtverwaltung gearbeitet, unter anderem im Bereich Tourismus. Der nun entwickelte historische Rundgang stellt die fürstbischöfliche Zeit Sassenbergs in den Mittelpunkt.

Von Christopher Irmler

Über das Angebot zur Historie Sassenbergs freuen sich (v.l.): Olga Puttins (Stadt Sassenberg), Bürgermeister Josef Uphoff, Josef Schilling und Dr. Ansgar Russell. Foto: Christopher Irmler

„Das mit dem Feiern ist in Corona-Zeiten gar nicht so einfach“, bedauert Bürgermeister Josef Uphoff, das 900-jährige Bestehen Sassenbergs nicht angemessen begehen zu können. Und dennoch fand die Stadt eine Lösung, die das große Jubiläum dauerhaft präsent macht. Für rund 20 000 Euro konnten zwei historische Rundgänge realisiert werden, die sich prägenden Epochen der Hesselstadt widmen.

Der Betrag stammt aus dem insgesamt 50 000 Euro großen Jubiläumsbudget der Stadt. Am Mittwochmorgen stellten die Verantwortlichen das Resultat ihres Einsatzes vor. An der fürstlichen Mühle stellte zunächst Josef Schilling die Pläne des „Arbeitskreises Geschichte“ vor. Fast 30 Jahre hatte Schilling in der Stadtverwaltung gearbeitet und war hier unter anderem im Bereich Tourismus tätig.

Der nun entwickelte historische Stadtrundgang mit neun Stationen stellt die fürstbischöfliche Zeit - und damit die Blütezeit - Sassenbergs in den Mittelpunkt. Auf neun Stelen aus Cortenstahl werden Fußgänger nun über die Historie der Stadt informiert. Dabei fallen die besonders wetterfesten Stelen auch aufgrund der markanten Silhouette der Pfarrkirche St. Johannes ins Auge.

Wetterfeste Stelen

Ausgangspunkt und Standort der ersten Informationsstele ist zunächst jedoch der Sassenberg am Ende der Schloßstraße. Hier errichtete Sachsenherzog Lothar 1121 eine kleine Burg. Das Ende des rund 1,7 Kilometer langen Stadtrundgangs ist zugleich der Auftakt für die zweite historische Route.

Allerdings, so betont Dr. Ansgar Russell mit Blick auf die 3,6 Kilometer lange Tour, sei die Nutzung eines Fahrrads ratsam. Nahe der Johannesschule geht es in den fürstbischöflichen Tiergarten. Russell gerät ins Schwärmen, wenn er über das heutige Bodendenkmal spricht. Im 17. Jahrhundert als Prestigeobjekt geschaffen, ist es heute vor allem als Naherholungsgebiet von großer Beliebtheit.

Im Brook setzten die Planer auf sechs robuste Sandsteinstelen. Dass es sich damit um Baumberger Sandstein handelt, ist als weiterer Querverweis zur lokalen Geschichte zu verstehen: Auch in der Pfarrkirche und bei verschiedenen Bildstöcken in Sassenberg wurde genau dieser Sandstein genutzt. „Unser Anliegen war, Sassenberger Geschichte erfahrbar zu machen“, so Russell.

Am Wochenende werden kostenlose Führungen angeboten. Der historische Stadtrundgang beginnt am Samstag (14 Uhr) und Sonntag (15 Uhr) jeweils auf dem Mühlenplatz. Der Tiergarten wird am Samstag um 15.30 Uhr erkundet, am Sonntag geht es um 11 Uhr an der Infotafel neben der Johannesschule los. Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals wird am Sonntag ab 15 Uhr eine Führung durch die Pfarrkirche St. Johannes Ev. angeboten.

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