1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Heimische Fans sind heiß auf Fußball

  8. >

1:3-Niederlage für den VfL Sassenberg

Heimische Fans sind heiß auf Fußball

Sassenberg

Es hätten wohl mehr als 1000 Besucher den Weg ins Stadion gefunden, denn die Fans wollen wieder Fußball sehen. So kamen immerhin 300 – mehr durften nicht – und erlebten den 3:1-Sieg des TuS Freckenhorst gegen den VfL Sassenberg. Der TuS zog damit ins Halbfinale des Kreispokals ein.

wn

Es ging ordentlich zur Sache im Pokalderby: Daniel Jaspert (l.) und der favorisierte TuS Freckenhorst behielten am Ende beim VfL Sassenberg, hier mit Tobias Brand, die Oberhand. Foto: VfL

Die heimischen Fans sind heiß auf Fußball. Der Beweis war der 3:1 (2:1)-Sieg des Bezirksligisten TuS Freckenhorst im Kreispokal-Viertelfinale beim klassentieferen VfL Sassenberg. Schon Tage vor der Partie waren die 300 Karten – mehr Zuschauer sind aufgrund der Corona-Schutzverordnung derzeit nicht erlaubt – vergriffen. Ansonsten wäre die Zahl der Besucher wohl vierstellig geworden.

Nach fünf Monaten Zwangspause war es das erste Pflichtspiel im Fußballkreis Münster. Das machte Lust auf mehr. Trotz brütend heißen Temperaturen von rund 37 Grad Celsius lieferten beide Mannschaften eine flotte Partie ab und waren gewillt, sich in das Derby voll reinzuhängen.

Das machten die Freckenhorster gegen ungewohnt tiefstehende Hausherren besser, ließen die ersten Chancen durch Stan Schubert, Pierre Jöcker und Marian Brügger aber liegen. Anders der VfL, der gleich die erste echte Möglichkeit zum 1:0 nutzte. Eine Ecke köpfte Jan Gessat in den Fünfer, wo Lukas Nienaber in der 31. Minute goldrichtig stand.

Die Führung währte allerdings nicht einmal zwei Minuten. Jöcker ließ sich die Chance zum 1:1 nach einem Steilpass nicht entgehen. Nur 180 Sekunden später hatte Freckenhorst die Partie gedreht, als Alexanders Brandes Schubert im Strafraum foulte und Philip Schange vom Punkt sicher zum 2:1 verwandelte.

Im zweiten Abschnitt machte es der Favorit dann aus seiner Sicht unnötig spannend. Ein halbes Dutzend glasklarer Chancen konnte der TuS nicht nutzen und vergab teilweise kläglich. Dafür nur zwei Beispiele: Jöcker drosch einen weiteren Foulelfmeter hoch in den Abendhimmel (64.) und der eingewechselte Nermin Bahonjic traf gleich zweimal das leere Tor nicht (83., 87.).

Das hätte sich in der 90. Minute fast gerächt, als Johannes Vogelsang den Ausgleich nur um Zentimeter verpasste. In der Nachspielzeit machte Jöcker nach einem Konter mit dem 3:1 alles klar.

„Wir sind schwer reingekommen und haben es später verpasst, frühzeitig alles klar zu machen“, passte Gästetrainer Christian Franz-Pohlmann der Chancenwucher ganz und gar nicht. „Mit ganz viel Glück machen wir noch den Ausgleich, Freckenhorst hat aber verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat tapfer gekämpft“, meine VfL-Trainer Marvin Westing. Im Halbfinale trifft Freckenhorst nun am kommenden Samstag auf den Westfalenligisten Kinderhaus. „So schnell wird man vom Favoriten zum Außenseiter“, blickte Franz-Pohlmann kurz nach vorne.

Startseite