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Initiatoren ziehen positives Fazit

Hilfstransport in die Ukraine geglückt

Sassenberg

Die Hilfstransporte, die die Sassenberger Bevölkerung für Menschen in der Ukraine gesammelt haben, sind in dem von Krieg gebeutelten Land angekommen. Pfarrer Andreas Rösner und Christian Tarner vom Kirchenvorstand waren vor Ort und berichten von ihren Eindrücken.

Von Christopher Irmler

Pfarrer Andreas Rösner und Christian Tarner (Kirchenvorstand) berichten vom Ukraine-Hilfstransport. Foto: Christopher Irmler

Groß war die Spendenbereitschaft, als die Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes die Bevölkerung um Unterstützung für die Ukraine bat. Zwei randvoll beladene Lastwagen brachen nun mit dem Ziel Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze auf. Ein Duo aus der Pfarrgemeinde reiste den LKW der Speditonen Rutte und Mußmann nach, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Nun berichten Pfarrer Andreas Rösner und Christian Tarner (Kirchenvorstand) von ihrer 2600 Kilometer langen Reise.

„Der Plan war, dass wir uns alle am Dienstag treffen“, blickt Rösner zurück. Allerdings war einer der beiden LKW schneller, bereits entladen und die transportierten Güter in die nördliche Ukraine gebracht worden. „Die Waren waren ordentlich gelagert. Es war ein kleines, ganz normales Logistiklager“, schildert Tarner seinen Eindruck. „Es war alles sehr professionell.“

Zwei LKW-Ladungen kamen durch die Spenden aus der Bevölkerung zusammen. Foto: privat

Was übrigens auch für die Verladung in der Sassenberger Schloßstraße gegolten habe, so Tarner. „Alle Spenden wurden auf Paletten und mit Folie verladen.“ Als echtes Organisationstalent habe Karsten Schuckenberg den gemeinsamen Einsatz koordiniert.

Rösner verweist auf das vertrauensvolle Verhältnis zum ukrainischen Pfarrer Stepan Sharko und dessen Ehefrau, die für das Bistum Münster arbeitet. Das Ehepaar stellte wiederum Kontakte in der Ukraine her und steht mit Menschen vor Ort im Austausch. Übergeordnet ist die griechisch-katholische Gemeinde der Ukrainer in Münster eng in die Hilfsaktion eingebunden.

Pfarrer Andreas Rösner

Die Hilfsgüter, darunter zwei Transformatoren mit einem Gesamtgewicht von vier Tonnen, sind für die nordukrainische Großstadt Tschernihiw bestimmt. Auch aufgrund ihrer persönlichen Eindrücke vor Ort zieht das Duo ein positives Fazit. Rösner ist sich sicher, dass die Spenden wirklich an ihrem Bestimmungsort ankommen. Angesichts zweier - statt ursprünglich nur eines geplanten - vollbeladener LKW und dem Umstand, dass manchem größeren Spender aufgrund mangelnder Transportkapazitäten abgesagt werden musste, könnten weitere Fahrten folgen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch einmal etwas machen. Die Not ist groß und Hilfe weiterhin nötig. Aber aktuell ist keine Fahrt akut in Planung“, schränkt Rösner ein. Die Erfahrungen seien jedoch positiv.

Andreas Rösner und Christian Tarner ziehen ein positives Fazit. Foto: privat

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