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Vorweihnachtliche Aktion

Hilfstransport soll in die Ukraine rollen

Sassenberg

Kleidung, Decken und haltbare Nahrungsmittel stehen auf der Wunschliste des Kirchenvorstands der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes für einen Hilfstransport in die Ukraine. Für die Organisation ist ein ukrainischer Partner mit im Boot. Abgabe ist am 17. Dezember.

Von Ulrike von Brevern

Pastoralreferent Benedikt Rake, Kirchenvorstand Christian Tarner und Pfarrer Andreas Rösner (v.l.) werben gemeinsam für den Hilfstransport Richtung Ukraine. Foto: Ulrike von Brevern

In der Ukraine hält der Winter Einzug, mit üblichen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. Der Krieg verbreitet weiter Schrecken, Häuser und Infrastruktur sind vielerorts zerstört und auch die Energie fällt aus. „Das ist alles eine Katastrophe“, fasst Pfarrer Andreas Rösner zusammen. Angesichts dieser Situation hat der Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde eine vorweihnachtliche Spendenaktion angestoßen. In Zusammenarbeit mit einem Priesterseminar in Lwiw (Lemberg) organisiert die Gemeinde einen Lkw-Transport mit Hilfsgütern für die Ukraine.

Auch Rollatoren und Krücken kommen mit

Gebraucht werden sowohl haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Konserven, als auch Decken sowie guterhaltene und vor allem saubere Kleidung, betont Beelens Pastoralreferent Benedikt Rake. Die Spenden sollten gerne in Kartons statt Tüten verpackt sein. Besonders die Kartons mit Lebensmitteln sollten mit einer Inhaltsangabe versehen sein, die später ins Ukrainische übersetzt werden kann. Auch medizinische Hilfsgüter wie Rollatoren, Rollstühle oder Krücken sind willkommen.

Abgabe auf dem Gebrasa-Gelände

Die vorbereiteten Spenden werden am 17. Dezember (Samstag) in der Zeit von 9 bis 13 Uhr auf dem Gebrasa-Gelände entgegengenommen. In Beelen stehen Sprinter auf dem alten Lehrerparkplatz bereit, um die Spenden von dort nach Sassenberg zu transportieren.

In einer Halle, die von der Familie Dörholt auf dem Gebrasa-Gelände zur Verfügung gestellt wurde, sortieren Freiwillige die Spenden zunächst, erläutert Pfarrer Rösner. Der Transport, der von der in dieser Hinsicht erfahrenen Spedition Rutte durchgeführt wird, starte Anfang Januar Richtung polnischer Grenze. „Wenn möglich würde ich da sehr gerne mitfahren“, bekannte Pfarrer Rösner bei der Vorstellung des Projektes.

Fahrt bis in die Ukraine „eine Nummer zu groß“

An der Grenze werde der Weitertransport von den Partnern aus Lemberg übernommen, berichtet Christian Tarner vom Kirchenvorstand: „Das wäre für uns eine Nummer zu groß, allein den Grenzübertritt zu organisieren.“ Das Priesterseminar in Lemberg, zu dem der Kontakt über einen ukrainischen Pfarrer in Altenberger entstand, sei sehr erfahren in der Verteilung von internationalen Hilfsgütern in der kriegsgeschüttelten Region.

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