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Workshop „Zeichnen wie Rinck­lake“

Historische Motive an jeder Ecke

Füchtorf

Passend zur Rincklake-Ausstellung fand jetzt ein spannender Zeichen-Workshop rund ums Herrenhaus Harkotten statt. Weitere kreative Aktionen sind geplant.

Von Marion Bulla

Kursleiterin Gintare Skroblyte (l.) freut sich über die spontane Idee von Gaby Hoffmann, eine am Herrenhaus gefundene Pfauenfeder als Zeichenwerkzeug zu verwenden. Foto: Marion Bulla

Kursleiterin Gintare Skroblyte ist ein leidenschaftlicher Fan des berühmten Porträtmalers Johann Christoph Rincklake (1764-1813). Umso mehr freut sie sich, dass eben dieser bedeutende Künstler nun in einer kreisweiten Ausstellung unter dem Titel „Wir_sind_Rincklake – Porträtmalerei im Selfiezeitalter“, gewürdigt wird. Auch in den Räumlichkeiten des Herrenhauses Harkotten sind noch bis zum 11. September einige seiner Werke ausgestellt.

Im Rahmen dessen gab es jetzt unter der Leitung von Gintare Skroblyte einen besonderen Workshop, in welchem das „Zeichnen wie Rincklake“ im Fokus stand. 13 Teilnehmende hatten sich dazu nach einer kleinen Einführung am Vormittag im Inneren des Hauses und auch im Außenbereich verteilt, um Motive auszuwählen. Die Hobbyzeichner hatten dabei die freie Wahl. Ob eine Kanne, eine Wandmalerei oder den Teich vor der Anlage – es gab für alle viel zu entdecken.

Zeichnen mit Kohle, Rötel und Feder

In dem Workshop ging es darum, im Stil, den Motiven und auch mit den Materialien so zu zeichnen wie Rincklake in seiner Zeit. Etwa mit Kohle, Rötel oder Graphit. „Ich bin gespannt auf die Ergebnisse“, erzählte Gintare Skroblyte, bevor sie sich der Teilnehmerin Gaby Hoffmann zuwandte.

Die Münsteranerin hatte auf dem Weg zum Herrenhaus einige Federn der hauseigenen Pfauen gefunden und nutzte diese nun als Zeichengerät. „Das sind so schön geschwungene Linien. Es macht Spaß“, zeigte sie sich ziemlich begeistert.

Hannes Rademacher

Auch Hannes Rademacher ist unter den Teilnehmern. Der Grafikdesigner, der erst vor kurzem nach Füchtorf gezogen ist, hatte Hirschköpfe mit imposanten Geweihen im Visier. „Ich habe das bestimmt seit 20 Jahren nicht mehr gemacht. Früher wurde in meinem Beruf viel mit der Hand gezeichnet. Heute läuft alles nur über Computer. Das ist schade. Ich möchte zu dem Handwerk zurück. Zeichnen schult das Auge, muss aber trainiert werden“, weiß Rademacher.

Anne Schoppmeier hat sich für Motive im Außenbereich entschieden. „Ich finde das hier am historischen Herrenhaus alles sehr spannend. Wie kann man einen Sonntag besser verbringen?“, schwärmt die Teilnehmerin und schaut sich strahlend um. „Es ist cool hier. Egal, in welcher Richtung man sich bewegt, an jeder Ecke findet sich ein Motiv“, freut sie sich. Im zweiten Teil nahmen die Teilnehmer sich die Porträts von Rincklake in der Ausstellung als Vorlage.

Es gibt noch weitere Workshops am Herrenhaus Harkotten. Der Ferienworkshop „Selfie mit It-Piece“ findet am 3. August (Mittwoch) von 9.30 bis 12.30 Uhr statt und ist für Kinder im Grundschulalter geeignet. In den Kosten von drei Euro ist ein Frühstück enthalten. Die Restauratorin Eva Möllenkamp bietet zudem zwei Workshops zum Thema Umgang mit Farbmaterialien und Pigmenten an. Und zwar am 23. Juli und 13. August, jeweils um 14 Uhr. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich unter  0 54 26 / 26 38 oder per E-Mail unter foerderverein@harkotten.eu.

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