1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Hohe Mauer erst einmal vertagt

  8. >

Lärmschutz an der Flüchtlingsunterkunft

Hohe Mauer erst einmal vertagt

Sassenberg

Hohe Wellen schlug das Thema Lärmschutz an der Flüchtlingsunterkunft Ende 2020. Eine Umsetzung der vorgestellten Maßnahmen wurde vertagt, da sich die Lage dort zurzeit etwas entspannt habe, hieß es im Infrastrukturausschuss.

Michele Waßmann

Die günstigste Variante eines Lärmschutzes sieht entlang der Terrasse der Flüchtlingsunterkunft im Herxfeld eine Kombination aus Schnitt- und Blühhecke sowie Zaunelemente vor. Foto: Michèle Waßmann

In Sachen Lärmschutz scheint ein wenig Ruhe an der Flüchtlingsunterkunft im Herxfeld eingekehrt zu sein. Nachbarn im direkten Umfeld der Unterkunft hatten sich im vorigen Jahr über massive Lärmbelästigungen durch die dort lebenden Flüchtlinge beschwert. Gefordert wurde ein Lärmschutz, dessen Ausgestaltung seither nicht nur in den politischen Gremien kontrovers diskutiert wurde.

In der Dezember-Sitzung des Infrastrukturausschusses ist über den Umbau der Flüchtlingsunterkunft im Herxfeld 18 beraten worden, um dadurch die Lebenssituation der dort wohnenden Menschen zu verbessern. Ein Bestandteil des Umbaus sollte dabei auch die Installation eines Lärmschutzes sein. Eine einstimmige Forderung der Politiker dazu lautete: „Für die bauliche Umsetzung eines Lärmschutzes sind ergänzende Planungen und Kostenermittlungen zu erstellen, welche in den Fraktionen beraten werden.“

Daraufhin erarbeite die Verwaltung vier Varianten, die mit Kosten zwischen 29 000 und 59 000 Euro veranschlagt wurden. Die günstigstes Lösung sieht eine Schnitt- und Blühhecke sowie Zaunelemente entlang der Terrasse vor und für fast 60 000 Euro gäbe es einen Lärmschutzwall mit einseitiger Stützwand. Ein Gabionenzaun entlang der Grundstücksgrenze schlüge mit 35 000 Euro zu Buche und ein reiner Lärmschutzwall mit 45 500 Euro.

Zu einer Diskussion über die einzelnen Varianten kam es im jüngsten Infrastrukturausschuss allerdings nicht. „Mir scheint, dass etwas Ruhe eingekehrt ist“, bilanzierte Helmut Peitz (CDU) und ergänzte hoffnungsvoll: „Wenn es so ruhig wie im Moment bleibt, könne sich ein Wall vielleicht ganz erledigen.“

Bürgermeister Josef Uphoff teilte den Ausschussmitgliedern mit, dass, im Sommer 19 und im Herbst 16 Männer dort untergebracht gewesen seien. Zurzeit lebten dort nur 14 Personen, wobei Uphoff betonte, dass die Verwaltung bemüht sei die Zahl noch weiter zu reduzieren.

Das hänge allerdings vom Wohnungsmarkt ab. Außerdem sagte der Bürgermeister zu, dass die Stadt dort künftig schneller eingreifen wolle, um mögliche Lärm-Eskalationen zu befrieden. Der Ausschussvorsitzende Werner Berheide fasste zusammen, dass sich dort prinzipiell etwas tun müsse und die Politiker die Situation im Auge behielten, um gegebenenfalls zügig Abhilfe schaffen zu können.

Startseite
ANZEIGE