1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Hungertuch regt zu Gedanken über aufrechten Gang an

  8. >

Kritik an Ausbeutung und Kirche

Hungertuch regt zu Gedanken über aufrechten Gang an

Sassenberg

Das Team der KFD beteiligte sich mit Gedanken zum Hungertuch an der diesjährigen Fastenaktion. Das Werk einer chilenischen Künstlerin ist aus gebrauchten Bettlaken gefertigt.

-cirm-

Die Gestaltung der Hungertuchmeditation übernahmen (v.l.) Marion Micke, Hedi Böckenholt, Ruth Fusenig und Claudia Langkamp. Foto: Christopher Irmler

Zu einem Moment der Stille und Einkehr luden Frauen aus dem KFD-Team Sassenberg im Rahmen der Fastenaktionen ein. „Eine andere Welt ist möglich – diese Hoffnung möchten wir verbreiten“, begrüßten sie am vergangenen Mittwoch jene, die zur ersten von zwei gut 45-minütigen Hungertuchmeditationen in die Pfarrkirche gekommen waren.

Das diesjährige Misereor-Hungertuch unter dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ ist dreigeteilt und mit wenig Farbe gestaltet. Die chilenische Künstlerin Lilian Moreno Sanchez zeichnete dabei das Röntgenbild eines mehrfach gebrochenen Fußes. Das Röntgenbild erlaube, alles genau zu sehen, begründete sie ihre Motivwahl. Das Bild zeige auch, wie wichtig es sei, wieder aufzustehen und sich zu entwickeln. Das Original des Hungertuchs ist aus gebrauchten Bettlaken hergestellt. Die Künstlerin rieb Staub des „Platzes der Würde“, auf dem 2020 in Santiago de Chile Massenproteste gegen soziale Ungleichheit stattfanden, hinein.

Musikalisch von Hedi Böckenholt begleitet, widmeten sich Ruth Fusenig, Claudia Langkamp und Marion Micke mit ihren Gedanken und Texten unterschiedlichen Aspekten – vom Widerstand und aufrechtem Gang, über klare Kritik an der katholischen Kirche bis hin zur Ausbeutung von Natur und Mensch regten sie zum Nachdenken an.

Startseite
ANZEIGE