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Ferienspieltage in Füchtorf

Intensive Naturerlebnisse

Füchtorf

Im Wald fällt das Zuhören den Kindern offenbar besonders leicht – gespannt lauschen sie den Ausführungen von Theresia Lietmann. Die zertifizierte Waldpädagogin vermittelte den jungen Teilnehmern der Füchtorfer Ferienspieltage auf einfühlsame Weise Wissenswertes rund um den Wald und seine Bewohner.

Von Marion Bulla

Waldpädagogin Theresia Lietmann erklärte den Kindern am Ende der spannenden Tour durch den Wald anhand von Tierpräparaten, was es mit den Waldtieren auf sich hat, wie und wo sie leben und was sie fressen. Foto: Steffi Geise

Den Wald spielerisch erkunden, spannenden Geschichten über die Flora und Fauna lauschen und sich auf Entdeckungsreise in die Natur begeben – das konnten jetzt im Rahmen der Füchtorfer Ferienspieltag sieben Kinder. Die Drei- bis Sechsjährigen hatten bei den Spielen und Ausführungen von der zertifizierten Waldpädagogin Theresia Lietmann jede Menge Spaß.

Gestartet wird am Parkplatz vom Herrenhaus Harkotten. Dann geht es in den angrenzenden Wald. Dort erfahren sie von „tanzenden Blättern“ mit einem pelzartigen Rand, von emsigen Ameisen und einem ganz besonderen Baumduft. Nämlich dem vom Harz der Douglasie. „Das Harz riecht sehr intensiv. Irgendwie nach Weihnachten“, bemerkt die Fachfrau schmunzelnd. Doch zunächst werden die Kinder mit Hilfe eines Zauberpulvers in Bäume „verwandelt“. Dann marschieren sie geschlossen in den Wald hinein.

„Wisst ihr, wer der Gärtner im Wald ist?“, fragt Theresia Lietmann schließlich. „Der Dachs, das Reh?“, kommt es zögerlich aus den Reihen der Kinder. Nein, schüttelt die Waldpädagogin den Kopf. Das Tier sammele Nüsse, gibt sie eine kleine Hilfe. „Das Eichhörnchen“, freuen die Waldentdecker sich, die Lösung gefunden zu haben. Zur Belohnung bekommt jeder fünf Nüsse, die sie im Wald verstecken.

Es geht an diesem Tag vor allem darum, die Sinne für die Natur schärfen und die Tier- und Pflanzenwelt in den heimischen Wäldern kennenzulernen.

Ferienspieltage: Die Kinder lauschen aufmerksam. Foto: Foto: Marion Bulla

Nach weiteren altersgerechten Spielen, Gedichten, etwa vom Regenwurm mit Namen Klaus, und interessanten Erzählungen basteln die Kinder sich ein Erinnerungsstück. Sie kleben entweder Blätter oder kleine Zweige auf eine Karte, die sie mit nach Hause nehmen.

Zum Abschluss gibt es noch eine Einführung in die Tierwelt. Dazu zeigt Theresia Lietmann Tierpräparate unter anderem von Fuchs, Dachs, Specht, Waschbär und natürlich auch vom Eichhörnchen. Der Sympathieträger steht schließlich an diesem Tag im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Jungen und Mädchen streicheln das Fell der verschiedenen Waldbewohner und erkennen sehr schnell die Unterschiede. Mal ganz weich und dann wieder starr und eher borstig. „Im Internet erfährt man viel. Es kann aber weder fühlen, noch kann man etwas anfassen. Wichtig ist den Kindern aber das Fühlen gewesen und die haptische Wahrnehmung“, weiß die Waldpädagogin aus Erfahrung.

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