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Gemeinsamer Prüfantrag von CDU und SPD für 2023

Ist das Freibad doch zu nutzen?

Sassenberg

Das Freibad bedeutet ein Stück Lebensqualität für die Stadt. Deshalb wollen sich CDU und SPD mit einer vollständigen Schließung für die Umbauzeit 2023 nicht abfinden. Sie lassen prüfen, ob nicht doch noch etwas zu retten ist.

Von Ulrike von Brevern

Das Freibad könnte zum Beispiel mit Zugang am Graffelder Esch oder am Kiosk 2023 doch genutzt werden, schlagen (v.l.) Ulrich Seidel, Ralf Brinkemper und Stefan Hamsen (SPD) sowie Foto: Ulrike von Brevern

Viele Freibadfans hat die Nachricht überrascht und bestürzt, dass – wie berichtet – im kommenden Jahr die Badesaison dem Umbau des Freibads zum Opfer fallen soll. Jetzt haben SPD und CDU gemeinsamen einen Antrag eingebracht, Alternativen zu prüfen.

SPD-Fraktionschef Michael Franke (SPD) hatte vorausschauend schon während seiner Haushaltsrede angeregt, für 2023 notfalls über eine Containerlösung nachzudenken, falls sich die Umbauarbeiten zu lange hinziehen würden. Kurze Zeit später stand fest: Wegen Prüfung durch übergeordnete Behörden wird sich der Baubeginn so weit hinauszögern, dass der Badebetrieb 2023 komplett ausfallen müsse, so der Bürgermeister.

Ein Stück Lebensqualität

Eine ganz große Überraschung sei das am Ende nicht mehr gewesen, geben die Politiker von CDU und SPD beim Ortstermin am Freibad zu, auch wenn Guido Fischer (CDU) die lange Behördenprüfung kritisiert. Doch nun wollen sie das Problem im Sinne der Bürgerschaft konstruktiv angehen. Angesichts der gegenwärtig steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten sei das Freibad im kommenden Jahr für manche Familie möglicherweise eine gerngenutzte Urlaubsalternative, sagt Dieter Sökeland (CDU). „In der aktuellen Situation ist die Möglichkeit der Naherholung enorm wichtig“, heißt es zudem im Antrag der beiden Fraktionen, die in einer Schließung „eine deutliche Verringerung der Lebensqualität“ sehen.

Zwei mögliche Alternativen

Zwei Alternativen tauchen in Verbindung mit der Forderung nach einer „klugen und strukturierten Bauabwicklung“ im Antrag auf: Umnutzung des Kiosks als Umkleideraum oder eine Containerlösung. Zwei Dusch- und zwei Sammelumkleide-Container seien da ja ausreichend, konkretisiert Schöne die Vorstellungen. „Das muss nicht viel sein, nur zweckmäßig“, betont Fischer. Zudem müssten die Container nur für rund vier Monate gemietet werden, ergänzt Ralf Brinkemper.

Die Stadt soll nun Machbarkeit und Kosten prüfen. Schon beim kommenden Infrastrukturausschuss könnten erste Erkenntnisse vorliegen.

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