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Advent-Licht der Frauenhilfe

Kerzen, die das Herz erwärmen

Sassenberg

Der Advent ist die Zeit der Besinnlichkeit und des Wartens. Die Frauenhilfe gestaltete den Auftakt für die Advent-Licht-Veranstaltung der evangelischen Kirchengemeinde. In der kurzweiligen Stunde stand das Licht einer kleinen Kerze im Fokus.

-maja-

Gertrud Nimz las im Rahmen des Advent-Lichts eine besinnliche Geschichte vor, in der sich alles um das Licht und die Dunkelheit drehte. Foto: Marion Bulla

Ein Abend, der ein bisschen Abstand vom Alltag und ein wenig Besinnlichkeit bietet – das beschreibt das Advent-Licht der evangelischen Kirchengemeinde ganz gut. Am Mittwochabend war der Auftakt, der diesmal von der Frauenhilfe gestaltet wurde.

Zwölf Frauen und drei Männer konnte Gertrud Nimz vom Frauenhilfe-Team im Gemeindehaus zum ersten Advent-Licht begrüßen. Der Name war an diesem Abend Programm, denn das Licht stand auch im Mittelpunkt.

Bevor Gertrud Nimz umringt von großen und kleinen leuchtenden Sternen Platz nahm, lauschte die kleine Gruppe den Klängen von „Macht hoch die Tür“. Die Technik spielte allerdings nicht mit, sodass es an diesem Abend die einzige musikalische Einlage blieb.

Eine Geschichte zum Nachdenken

Dennoch war es eine kurzweilige Stunde. Gertrud Nimz hatte eine Geschichte im Gepäck, die sowohl unterhaltsam war als auch zum Nachdenken anregte. „Wir wollen dem Licht ein wenig nachspüren und zeigen, was es bedeutet und kann“, bemerkte die 73-Jährige und fing dann an zu erzählen. Es ging um ein Kind, das nicht einschlafen konnte, weil es sich Gedanken um eine Bemerkung der Lehrerin machte. Die habe nämlich gesagt, sie sollten alle Lichter sein und die Welt erhellen.

„Du bist mein Licht und hast meine Welt erhellt erhellt“, entgegnete daraufhin die Mutter. Doch wenn es Licht gebe, dann doch auch Dunkelheit. Krieg, Terroristen, Umweltverschmutzung, Armut, Krankheit und Leid, konterte daraufhin die kluge Tochter. Das sei so viel und da reiche es nicht, morgens den Tisch zu decken, fügte sie an.

Rabenschwarze Dunkelheit

Die Mutter holte schließlich ein Teelicht und zündete es an. Dann blies sie das Licht wieder aus und im Kinderzimmer herrschte rabenschwarze Dunkelheit. „Diese kleine Kerze, diese winzige Flamme durchdringt die Dunkelheit. Ihr Kinder könnt kleine Lichter sein mit kleinen Taten.“

„Wir wollen die Welt ein wenig heller machen. Lasst uns Kerzen verschenken an Menschen. Vielleicht wird das Licht verteilt und mit jeder Kerze, die ich verschenke, werde ich den Menschen ein wenig glücklicher machen“, bemerkte Gertrud Nimz am Schluss und setzte dies gleich in die Tat um. „Jeder von euch kann sich ein Licht mit nach Hause nehmen“, sagte sie und zeigte auf die vielen kleinen Lichter, die vor ihr auf dem Tisch standen. Natürlich gab es an diesem Abend auch wieder die köstlichen selbst gebackenen Kekse und einen alkoholfreien Glühwein.

Das nächste Advent-Licht ist am Mittwoch (8. Dezember) um 18 Uhr. Dazu lassen sich die KU-3 Kinder ein Programm einfallen.

Weitere Termine sind der 15. und der 22. Dezember. Letzterer steht ganz im Zeichen des Weihnachtsbaumschmückens in der Kirche. Zum Aufhängen werden noch schwindelfreie Helfer gesucht.

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