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175 Jahre neue Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt

Kirche ist Mittelpunkt Füchtorfs

Füchtorf

Am 23. September 1846, vor genau 175 Jahren, wurde die neue Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt nach nur vier Jahren Bauzeit geweiht. Gläubige gab es auch vor dem Abschluss der Baumaßnahmen schon – doch besuchten diese eine im Mittelalter erbaute Kirche, die im Laufe der Zeit baufällig geworden war.

Von Christopher Irmler

Aktuelle und ehemalige Bedienstete der Pfarrgemeinde sowie einige Ehrengäste feierten am Donnerstagmorgen das Kirchweihjubiläum und nahmen sich im Anschluss Zeit für ein Gruppenfoto. Foto: Christopher Irmler

Die Geschichte Füchtorfs reicht fast 900 Jahre zurück, die Gründung des Kirchspiels erfolgte bereits im 13. Jahrhundert. Am Donnerstagmorgen feierte die Pfarrgemeinde St. Marien und Johannes nun ein Ereignis der vergleichsweise eher jüngeren Vergangenheit. Die Pfarrgemeinde beging den Ehrentag mitten in der Woche zunächst mit aktuellen und einstigen Mitarbeitern der Gemeinde und kirchlichen Ehrengästen.

Am 23. September 1846, vor genau 175 Jahren, wurde die neue Pfarrkirche geweiht. Gläubige gab es auch vor dem Abschluss der Baumaßnahmen schon – doch besuchten diese eine im Mittelalter erbaute Kirche, die im Verlauf der Zeit baufällig geworden war.

Nach vierjähriger Bauzeit, so blickte nun Pastor Norbert Ketteler im Rahmen der Festmesse zurück, seien die Arbeiten am Bauwerk im neugotischen Stil noch gerade rechtzeitig vor dem Wintereinbruch abgeschlossen worden. Das neue Gotteshaus wurde großzügiger angelegt und bietet seitdem 1200 Gläubigen Platz. Viele Generationen kamen seitdem zum gemeinsamen Gebet zusammen. Ketteler erinnerte an all jene, die einst an diesem Ort wirkten und beteten. Auch bedingt durch die Corona-Pandemie könnten manche nicht persönlich mitfeiern, bedauerte Ketteler.

In seiner Predigt berichtete Pater Wolfgang Strotmeier von seinen Erinnerungen an frühere Priester der Gemeinde. „Sie alle haben der Gemeinde bleibende Spuren geschenkt.“ Die Kirche als Bauwerk präge den Ort, sei Mittelpunkt Füchtorfs. Strotmeier erinnerte an die einst zu große Kirche. „Sie ist damit auch ein Zeichen des Glaubens.“ Schließlich sei eine imposantes Gebäude entstanden.

Zugleich betonte Strotmeier die Bedeutung der in einer Kirchengemeinde lebenden Menschen. Es gehe um eine Kirche aus lebendigen Steinen, griff er die Lesung auf; Kirche müsse lebendig bleiben. „Kirche - das ist ja nicht nur der Papst, der Bischof oder der Pastor. Kirche - das sind wir alle.“

Im Anschluss stand ein gemeinsames Essen der geladenen Gäste auf dem Programm. „Aber ohne Festreden, alles in bescheidenem Rahmen“, betonte der leitende Pfarrer Andreas Rösner.

Am Sonntag wird das Kirchweihjubiläum um 9 Uhr mit der Gemeinde gefeiert. Anschließend wird auf dem Kirchplatz zum Frühschoppen eingeladen.

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