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Füchtorfer Norman Schneider stellt in Warendorf aus

Klappmäuler locken ins Rathaus

Füchtorf

Norman Schneiders Figuren bereiten echte Gänsehaut. Der Füchtorfer Figurenbauer hat sich im „Spargeldorf“ eine Oase geschaffen. Die Klappmaulfiguren aus seiner Werkstatt sind jetzt im Historischen Rathaus von Warendorf zu sehen.

Von Michèle Waßmann

Figurenbauer Norman Schneider beim Tee mit dem Hasen in Alice‘ Wunderland. Foto: Michèle Waßmann

„Ich könnte auch am Nordpol sitzen und dort arbeiten“, betont Norman Schneider, den die Liebe vor rund sechs Jahren nach Füchtorf verschlagen hat. Seitdem lebt und arbeitet der 49-Jährige im ehemaligen Immanuelhaus. Begeistert ist er noch immer, wie gut damals bei der notwendigen Kernsanierung alles geklappt hat und ist voll des Lobes für die heimischen Handwerker.

Auch den Ort hat Schneider lieben gelernt, egal ob es das Frühstück und die Arbeitsbesprechungen sind, die er am liebesten mit seine Geschäftsfreunden bei Thumann abhält und vor Corona auch die Mittagessen auf Haus Harkotten. Immer wieder schwärmten Gäste von der „Oase“, die er sich im Spargeldorf geschaffen habe – und natürlich von den Klappmaulfiguren in der Werkstatt unter dem Dach des ehemaligen evangelischen Gottes- und Gemeindehauses.

Drei Mal die Woche geht der Figurenbauer ins Fitnesstudio vor Ort. Beim strammen Arbeitspensum und Herzensprojekten wie „Mom´s Motel“ oder „Dracula“ bliebe allerdings für die Teilnahme am regen Füchtorfer Vereinsleben leider keine Zeit.

Ausstellung im historischen Rathaus

Zurzeit ist im historischen Rathaus Warendorf eine Ausstellung mit 40 seiner rund 1500 Puppen zu sehen, die er in seinem Berufsleben schon gefertigt hat.

Entstanden ist dieses Projekt auf Initiative von Horst Breuer und Alfred Smieszchala vom Warendorfer Kulturbüro. Sie waren begeistert von einer kleineren Ausstellung in der Museumsabtei Liesborn. Dort sahen sie die Stab-, Hand- und Klappmaulpuppen aus einem Materialmix von Schaumstoffen, Stopfwolle und Farbe zum ersten Mal live und in Farbe.

Norman Schneider in seiner Ausstellungs-Werkstatt Foto: Michèle Waßmann

Mehr als 40 Figuren aus der Hand von Norman Schneider sind in der Ausstellung „Kindheitstraum und Gänsehaut“ zurzeit im Historischen Rathaus zu Gast. Darunter auf „Tiffy“, eine der wohl bekanntesten Figuren aus der Sesamstraße. Aber auch „Der Graf“, eine der neueren Puppen aus der Figurenschneiderei. Ihm haben Norman Schneider und Kluck.Kola, also Jana Mersch und Christian Confer, auch virtuelles Leben eingehaucht.

Neuestes Projekt für politisches Kabarett

Im neuesten Projekt für ein politisches Kabarett in Paderborn haucht Schneider Politikern wie Lauterbach, Baerbock und Söder Klappmaul-Leben ein, und lässt den Altkanzlern Schmidt und Kohl sogar Engelsflügel wachsen.

Monstergrüße aus Warendorf Foto: Michèle Waßmann

„Kindheitstraum und Gänsehaut“ ist noch bis zum 20. Februar zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 17 Uhr; Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr.

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