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Großes Dankeschön für den Einsatz von Hermann Brameier

Kolping beklagt Corona-Minus

Sassenberg

Kolping-Kassiererin Jutta Zimmermann gab ein großes Corona-Minus bekannt. Als Hauptgrund führte sie den enormen Einbruch im Bereich der Altkleidersammlung an. Einerseits brachen die Preise ein, andererseits musste die Sammlung in Pandemiezeiten ein halbes Jahr lang unterbrochen werden. Besonders ärgerlich seien auch die starken Verschmutzungen in den Containern.

Von Christopher Irmler

Seit den 60er Jahren gehört Hermann Brameier (2.v.l.) der Kolpingsfamilie an. Nun verließ er auf eigenen Wunsch den Vorstand. Für seinen großen Einsatz dankten ihm Jutta Zimmermann, Anton Röhl und Präses Andreas Rösner. Foto: Christopher Irmler

Seit den 1960er Jahren ist Hermann Brameier ein Aktivposten der Sassenberger Kolpingsfamilie. Im Vorfeld der Versammlung hatte er dem Vorstand allerdings mitgeteilt, aus Altersgründen kürzertreten zu wollen. Aus diesem Grund kandidierte er nicht erneut für das Amt des Beisitzers. Besonders beim regelmäßigen Abfahren und Leeren der Altkleidercontainer brachte sich Brameier ein; auch die Teilnahme an den Ferienspieltagen war für ihn selbstverständlich.

„Ich habe Dich als einen Mann kennengelernt, der zu seinem Wort steht“, betonte nun der Vorsitzende Anton Röhl im Saal des Pfarrheims. Er dankte dem Urgestein für den jahrzehntelangen Dienst. Der Kolpingsfamilie bleibt Brameier selbstredend treu. Und so willigte er auch ohne lange Diskussionen ein, als Kassenprüfer ein Auge auf die Finanzen der Kolpingsfamilie zu werfen. Zur Seite steht ihm dabei Harald Koch.

Einstimmig – bei eigener Enthaltung – votierte die Versammlung für die Wiederwahl von Präses Andreas Rösner und der Kassiererin Jutta Zimmermann. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Thea und Hermann Dietz, Josef Lackamp, Hedwig Reher sowie Waltraud Schiwiaka.

Kassiererin Jutta Zimmermann musste ihrerseits ein großes Corona-Minus bekanntgeben. Als Hauptgrund führte sie den enormen Einbruch im Bereich der Altkleidersammlung an. Einerseits brachen die Preise ein, andererseits musste die Sammlung in Pandemiezeiten ein halbes Jahr lang unterbrochen werden. In diesem Zusammenhang machte Anton Röhl auf ein anderes Ärgernis aufmerksam. Im Zuge der Leerungen stießen die engagierten Helfer vermehrt auf große Müllmengen. „Das ist leider mittlerweile Alltag“, so Röhl. Die Einnahmen würden dringend benötigt und seien die Basis, um mit Spenden soziale Zwecke unterstützen zu können. Die Kolpingsfamilie Sassenberg habe den eigenen Anspruch, vor allem lokal und regional zu spenden.

Grundsätzlich gehe es langsam bergauf, so Röhls Eindruck. „Noch haben wir keine Normalität, aber wir arbeiten daran.“ Röhl erinnerte in seinem Rückblick an den Kolpinggedenktag 2020, der nur in kleinem Rahmen in der Pfarrkirche begangen werden konnte. In diesem Jahr hoffen alle Beteiligten auf die Möglichkeit, im Anschluss im Pfarrheim zusammenkommen zu können.

Diesen Wunsch hatte auch Präses Andreas Rösner geäußert. „Es geht ja doch langsam wieder ein bisschen“, freute er sich über das Wiedersehen. In seinem geistlichen Impuls zeigte er Parallelen zwischen Josef und Adolph Kolping auf. Nicht ohne Grund sei Josef der Schutzpatron des Kolpingwerks. „Wo Kolping helfen kann, tut die Gemeinschaft das auch“, dankte Rösner den Beteiligten für ihren Einsatz. „Würde es das Kolpingwerk nicht geben, würde der Welt etwas fehlen.“

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