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Kottenrock-Festival begeistert nicht nur mit harter Musik

„Wie eine große Familie“

Sassenberg

Laute, „harte“ Rockmusik – das war es, was die Besucher vom Kottenrock-Festival erwarteten. Und die Veranstaltung hielt, was sie versprach. Und doch merkte sie auch mit leisen Tönen auf.

Von Andreas Engbert

Nicht erst der Headliner brachte die Festivalbesucher vor die Bühne. Foto: Andreas Engbert

Nicht einfach nur „rockig“ – nein so „richtig rockig“ ging es auf dem Hof Hülsmann zu. Die vierte Auflage des „Kottenrock“-Festivals hielt, was sie versprach: laute, teils sehr „harte“ Rockmusik, ausgelassen feiernde Gäste, gute Laune und beste Stimmung.

Bei warmem, spätsommerlichem Festivalwetter ließen sich viele Rockmusikfans das Ereignis nicht entgehen. Schon bevor die Sonne hinter der Kottenrockbühne versank, zählten die Veranstalter über 300 Gäste auf dem Gelände – teils auch aus größerer Entfernung angereist. „Die kommen wegen der Bands“, stellte der Kottenrock-Vorsitzende Daniel Dudek fest.

Kein Wunder, konnte sich das Line-Up doch – insbesondere ob der Größe des kleinen Festivals – in der Szene wirklich sehen lassen. Nicht erst der Headliner, also die wohl bekannteste Band des Abends, „Shoreline“ brachte die Festivalbesucher vor die Bühne. „Das beste Gefühl ist, wenn man sieht, dass die Musik ankommt“, freute sich Tilo Schachel Sänger der Band „Astillane“, dass das Publikum auch schon bei ihrem Auftritt vor der Bühne tanzte. Im WN-Gespräch zeigte er sich beeindruckt von der Mühe, die sich die Organisatoren des Festivals gemacht haben und würdigte die inklusive Ausrichtung des Festivals, dessen Auftakt die „Heinrich-Band“ der Heinrich-Tellen-Schule bildete, sowie die Einrichtung des „Awareness-Programms“, bei dem die Veranstalter sich deutlich gegen Diskriminierung, Gewalt und Belästigung sowie für ein respektvolles Miteinander auf dem Festival einsetzten: „Das fühlt sich an, wie eine große Familie!“

Begonnen hatte das laute Spektakel zunächst ganz leise: mit einer Schweigeminute für Malte, der am Tag zuvor verstorben war, nachdem er am Rande des Münsteraner Christopher-Street-Days Opfer eines Angriffs geworden war.

Nach dem gut besuchten Festival hoffen die Verantwortlichen des „Kottenrock e.V.“ nun, dass auch der Kassensturz entsprechend gut ausfällt, denn: „Wir werden den Gewinn komplett spenden“, verweist Daniel Dudek auf die Gemeinnützigkeit des Vereins. Welche Initiativen davon profitieren, werde in den kommenden Wochen entschieden.

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