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Gutachten zur Erweiterung des Baugebiets Sassenberger Straße

Lärm ist in den Griff zu kriegen

Füchtorf

Es kann allmählich konkreter werden mit der Planung des erweiterten Baugebietes an der Sassenberger Straße. Die Bezirksregierung in Münster hat signalisiert, dass regionalplanerisch keine Probleme bestehen.

Von Ulrike von Brevern

Wo Blumen jetzt noch auf dem Feld blühen, könnten bald schon Gärten entstehen. Die östliche Erweiterung des Baugebietes an der Sassenberger Straße in Füchtorf rückt näher. Foto: Ulrike von Brevern

Es kann allmählich konkreter werden mit der Planung des erweiterten Baugebietes an der Sassenberger Straße. Die Bezirksregierung in Münster hat signalisiert, dass regionalplanerisch keine Probleme bestehen und auch Straßen. NRW als Träger der angrenzenden Bundesstraße hat keine Einwände, sofern die Stadt Sassenberg sich um den notwendigen Lärmschutz kümmert, so der aktuelle Sachstand, den Bauamtschef Thomas Middendorf am Montagabend im Ortsausschuss vorlegte. Der Lärm ist in den Griff zu bekommen, allerdings wird es nicht ohne aktiven Lärmschutz – sprich eine Lärmschutzwand – gehen, verdeutlichte der Immissionsschutzexperte Thomas Ochsenfahrt als er die Ergebnisse seines Lärmschutzgutachtens vorstellte.

Vier, an einzelnen Stellen möglicherweise fünf Meter hoch muss eine solche Wand sein, um tagsüber die gesetzlich notwendigen Werte im gesamten Planungsgebiet zu erreichen – jedenfalls im Erdgeschoss und in den Gärten. Im Obergeschoss und auf einigen Flächen auch in den Nachtstunden sind die Werte nur durch zusätzliche Maßnahmen beim Hausbau zu erzielen.

Die Wand sorgt für einen relativ gleichmäßigen Lärmschutz im gesamten Planungsgebiet. „Die Botschaft heute lautet, das Gebiet nicht getrennt sondern insgesamt zu entwickeln“, fasste Bürgermeister Josef Uphoff zusammen. So könnten sich Kosten gerechter verteilen lassen.

Das ergibt vor allem auch deshalb Sinn, da durch das zwischenzeitlich neu ausgewiesene Gewerbegebiet auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße bestimmte Abstandsflächen zu gewährleisten sind, erläuterte Middendorf. Hier könnten Anlagen wie etwa ein Regenrückhaltebecken entstehen. Durch die Abstandsflächen könnte sich die Anzahl der Wohnbau-Grundstücke insgesamt leicht reduzieren, gab Middendorf auf Nachfrage aus dem Ausschuss zu. Bei einem Ausbau des gesamten Gebietes zwischen der alten und der neuen Bundesstraße bis in die Spitze an der Rippelbäumer Brücke war ursprünglich einmal von rund hundert möglichen Grundstücken die Rede.

Allerdings sind solch konkrete Überlegungen derzeit noch verfrüht, betonte Uphoff. Zunächst müsse nun ein städtebaulicher Entwurf gefertigt werden. Middendorf schätzte, bei den bestehenden Vorarbeiten könne das Bebauungsplanverfahren möglicherweise innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.

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