Arbeitskreis stellt Programm vor

Lust auf „900 Jahre Sassenberg“

Sassenberg

„900 Jahre Stadtjubiläum“ - wenn das kein Anlass ist, um ein passendes Programm in Sassenberg auf die Beine zu stellen. Doch die Corona-Pandemie hat dabei ordentlich mitgemischt. Jetzt soll das Stadtjubiläum aber offiziell an den Start gehen. Ein Flyer dazu findet sich in diesen Tagen im Briefkasten der Bürgerinnen und Bürger.

Von Ulrike von Brevern

Der Jubiläumsflyer. Foto: Ulrike von Brevern

Zwischen Briefen, Zeitungen und Reklame sollte am Wochenende in den Sassenberger Haushalten ein bunter Flyer auftauchen, der es wert ist, aufgehoben zu werden. Das Faltblatt kann als offizieller Start zum Stadtjubiläum „900 Jahre Sassenberg“ gelten, das in diesem Jahr ursprünglich ganz groß gefeiert werden sollte. Dass es anders kam, ist bekannt, dennoch hat der Arbeitskreis, der sich mit der Vorbereitung des Jubiläumsjahres beschäftigt hat, einiges auf die Beine gestellt, das trotz Corona-Begrenzungen stattfinden kann. Das Falt- blatt gibt nicht nur Auskunft darüber, warum überhaupt gefeiert wird, sondern will Lust auf das Jubiläum wecken und erläutert, was die Sassenberger in den kommenden sechs Monaten erwarten dürfen.

„Mit höchstem Respekt sehe ich, was jetzt herausgekommen ist bei dem, was als kleines Pflänzchen begann“, lobte Bürgermeister Josef Uphoff das Ergebnis der Arbeit des Jubiläums-Arbeitskreises, nach dessen jüngster Sitzung am Mittwochabend. „Das ist rund 30 Bürgern zu verdanken, die sich nicht haben entmutigen lassen. Es hat sich wirklich gelohnt!“

Jubiläumsjahr am Ende der ersten Halbzeit

Nachdem das Jubiläumsjahr bereits fast am Ende seiner ersten Halbzeit angekommen ist, war der offizielle Kick-off jetzt fällig, hält Hauptamtsleiter Martin Kniesel fest - selbst wenn es noch immer zahlreiche Unwägbarkeiten gibt. Doch bereits für Ende Juni ist das erste große Veranstaltungshighlight geplant: Am 30. Juni erwarten die Organisatoren das Luftwaffenmusikkorps Münster zu einem Benefiz-Konzert zugunsten der Bausteine-Bürgerstiftung-Sassenberg. 500 Menschen könnten nach derzeitigem Stand an der Veranstaltung im Brook teilnehmen, natürlich mit Voranmeldung und Platzkarte, die es zum Preis von zehn Euro zu erwerben geben wird.

Für den 29. August ist unter Federführung der DLRG die „Fitnasstour geplant“, eine „Team-Challenge“ auf dem Feldmarksee. Die Beschreibung im Flyer verspricht einige Gaudi, wenn die Veranstaltung in der geplanten Form stattfinden kann. Das Faltblatt macht zudem Konzerte in beiden katholischen Kirchen und in der Adventszeit eine „ideenreiche Illumination“ der Gebrasa-Fassade schmackhaft.

Zu den gleichermaßen aufwendigen wie nachhaltigen Attraktionen des Jubiläumsjahres zählen zwei sorgfältig ausgearbeitete Rundgänge, zum einen entlang historischer Spuren in der Stadt, zum anderen durch den fürstbischöflichen Tiergarten - oder besser: dem, was davon heute im Brook noch zu entdecken ist. Die beiden Routen sind jeweils mit unterschiedlichen Info-Stelen versehen, aus Sandstein im Brook, aus Cortenstahl in der Stadt. Dabei wurde beim Stadtrundgang sogar darauf geachtet, dass sowohl kleine als auch große Menschen die Informationen gut lesen können.

Routen mit Info-Stelen

Bei den Rundgängen liegt das Problem wie so oft im Detail. Zwar sind die Stelen beauftragt, doch vor den Ferien, wenn auch vermehrt Touristen die Hesselstadt ansteuern, wird es mit der Lieferung wohl nichts mehr werden. „Materialprobleme!“, sagt Kniesel und zuckt dabei bedauernd die Achseln. Schließlich ist das Problem aus vielen anderen Bereichen mehr als bekannt.

Zu weiteren Aktionen und Angeboten, zählt eine Baumpflanzung, die Begegnung mit Vertretern der Partnerstädte und unter dem Obertitel Spurensuche, eine Schnatfahrt und ein Buch mit „erlebbaren Informationen über Sassenberg“. Termine und genauere Informationen richten sich auch nach den Inzidenzen und werden daher immer wieder aktuell durch Medien und Handzettel verbreitet. Auch die Homepage der Stadt ist immer wieder ein guter Anlaufpunkt.

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