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Kreativnachmittag der Blumen- und Gartenfreunde

„Man muss sich mal was zutrauen“

Sassenberg/Füchtorf

15 Frauen haben sich an diesem sonnigen Samstag – organisiert vom Verein der Blumen- und Gartenfreunde – versammelt, um einen Nachmittag lang ihre Kreativität in verschiedener Hinsicht zu feiern. Coronabedingt liegt der letzte Kreativnachmittag, der üblicherweise alle zwei Jahre bei Kruse oder Vorstandskollegin Alexandra Hermeler stattfindet, schon viele Jahre zurück.

Von Ulrike von Brevern

Alexandra Kruse freut sich über die gute Stimmung beim Kreativnachmittag in ihrem Garten.Stefanie Wöstmann und Marlis Linke Foto: Ulrike von Brevern

Der große Walnussbaum in Alexandra Kruses Garten sorgt für angenehmen Schatten. Die Sonnenstrahlen, die das Blattwerk durchdringen, spielen auf halbfertigen Kunstwerken. 15 Frauen haben sich an diesem sonnigen Samstag – organisiert vom Verein der Blumen- und Gartenfreunde – versammelt, um einen Nachmittag lang ihre Kreativität in verschiedener Hinsicht zu feiern.

Coronabedingt liegt der letzte Kreativnachmittag, der üblicherweise alle zwei Jahre bei Kruse oder Vorstandskollegin Alexandra Hermeler stattfindet, schon viele Jahre zurück.

Marion Hermeler

Konzentriert trägt Carla Hermeler auf ein in frischen Grüntönen grundierten Holzbrett rote Farbe in verschiedenen Tonabstufungen auf. Mit viel Geduld und einer künstlerischen Ader entsteht daraus langsam eine knackige Johannisbeer-Rispe. Aber auch für weniger Geduldige ist aus Holzbrett, Farbe und mit passender Technik Eindrucksvolles herzustellen. Mit einer präparierten Toilettenpapierrolle haben Anne Lückewerth und Marion Hermeler auf ihren bambusgrünen Brettern zarte, weiße Pusteblumen entstehen lassen. „Man muss sich einfach was zutrauen“, sagt Marion Hermeler.

Altes in Neues umwandeln

Am Nachbartisch wird derweil mit allerlei Dekoartikeln, handfestem Montagekleber und Kuchenformen experimentiert. Dabei sind die meisten Kreativen der Aufforderung, gebrauchte Formen mitzubringen, nicht gefolgt. „Wenn die gut eingebacken sind, ist das auch viel zu schade“, zeigt Kruse Verständnis und hat neue besorgt. Dennoch fasziniert die meisten Damen an der Dekoidee auch der Recycling-Gedanke. „Man hat so viel rumliegen aus Sträußen und dekorierten Töpfen. Das kann man so gut wiederverwenden“, sagt eine Teilnehmerin.

Die Grundlage für die Werke bilden Stengelabschnitte des Japanischen Knöterich, der an Straßenböschungen leicht zu finden sei, sagt Elisabeth Möllmann: „Nein, im Garten hat man die nicht. Die will man da auch nicht haben“, ergänzt sie lachend. Anders als die dekorativen Mohnkapseln, die Stefanie Wöstmann von ihrem Kartoffelacker mitgebracht hat. „Die blühen so schön, da lasse ich sie stehen.“ Sie und Marlis Linke haben der Nachhaltigkeit wegen auch auf den Kleber verzichtet und ihre Kunstwerke mit Steckmoos zurechtgemacht. „So kann ich immer wieder umdekorieren“, sagt Linke.

Aber nicht nur um Kreativität in künstlerischer Hinsicht geht es am Kreativnachmittag, erläutert Kruse. Kreativität in jeder Hinsicht kann Raum gegeben werden, besonders aber der aus der Küche: Zur Kaffeetafel steuert jeder etwas bei – auch das Brot, das in der Familie gut ankommt, die speziellen Dips oder die in diesem Jahr so zahlreich eingekochten Gurken. Tipps und leckere Rezepte gibt es nie zu viel.

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