1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Manche Teams noch ohne Trainer

  8. >

Jahreshauptversammlung der VfL-Fußballabteilung

Manche Teams noch ohne Trainer

Sassenberg

Eigentlich ist die Stimmung in der VfL-Fußballabteilung bestens. Der Zusammenhalt ist stark, in Zukunft sollen ein neuer Kunstrasenplatz und eine Tartanbahn entstehen und auch finanziell komme man relativ gut durch die Pandemie. Problematisch stellt sich nur die Betreuersituation dar.

Von Christopher Irmler

Dem Vorstand gehören an (v.l.): Stefan Brinkmann, Walter Mertens, Dennis Schimweg, Daniel Strotmann, Mayk Knobloch, Antonius Laumann und Patric Ludorf. Foto: Christopher Irmler

Mayk Knobloch, Vorsitzender der VfL-Fußballabteilung, geriet während der jüngsten Jahreshauptversammlung regelrecht ins Schwärmen. Die Stimmung im Verein sei sehr gut, Teamgeist und Zusammenhalt stark, befand er im Sportlerheim. Mit 427 Mitgliedern stellen die Fußballer die zweitgrößte Abteilung hinter dem Breitensport. In vier Senioren-, 13 Jugendmannschaften sowie einer Spielgemeinschaft wird Fußball gespielt. Das Ziel laute, im Seniorenbereich noch stärker auf eigene Kicker zu setzen. „Es geht auch nach der A-Jugend im Seniorenbereich weiter. Wir wollen keinen verlieren.“

Auch in Sachen Infrastruktur äußerte sich Knobloch optimistisch. Seit über einem Jahr tausche man sich regelmäßig mit der Stadtverwaltung aus, ein Konzept sei erarbeitet worden. Der neue Kunstrasenplatz mit Flutlicht soll ab August entstehen, im Sportlerheim das Dachgeschoss ausgebaut werden. Mittelfristig stehe eine Erneuerung des Rasenplatzes sowie der Bau einer Tartanbahn auf der Agenda. „Das wird ein Riesengewinn in Sachen Nettotrainingszeit.“ Auch die Tribüne des Waldstadions und die Zaunanlage würden saniert. „Die Stadt tut was und bindet uns ein“, resümierte Knobloch.

Hallenturniere waren wichtige Einnahmequelle

Finanziell komme die Abteilung relativ gut durch die Pandemie, berichtete Kassenwart Antonius Laumann. Er kalkuliere sehr konservativ, da niemand abschätzen könne, wie viele Sponsoren sich in Zukunft in Folge der Corona-Pandemie zurückzögen.

Eine wichtige Einnahmequelle seien stets die Hallenturniere rund um den Jahreswechsel gewesen, erinnerte Jugendobmann Walter Mertens. „47 Jahre haben wir sie in Folge ausgeführt, jetzt mussten wir leider zwei Jahre warten.“ Nun hoffen die Beteiligten auf eine Rückkehr des beliebten Formats. Der Jugendobmann sparte in der Folge nicht mit klaren Worten. Aktuell gehe er in der kommenden Saison von 15 Jugendmannschaften aus. Die Anforderungen stiegen, sodass ein Trainer und zwei Betreuer pro Team wünschenswert seien. Bei den Jüngsten sei die Trainersuche dank engagierter Eltern ein Selbstläufer. Es gehe nur gemeinsam, laut aktuellem Planungsstand stünden noch einige Teams – unter anderem B- und C-Jugend – ohne Coach da. „Ich werde keine Mannschaft melden, wenn ich keinen Trainer oder Betreuer habe. Und diese Gefahr besteht.“

Aktive deutlich entlasten

Auch Knobloch bat die Anwesenden, im Bekanntenkreis zu werben, um die bereits Aktiven deutlich zu entlasten. „Walter macht quasi drei Jobs, viele kennen gar keinen anderen Jugendwart als ihn.“ Mit diesem zusätzlichen Engagement könnten die sich stetig verbessernden äußeren Rahmenbedingungen besser genutzt werden, so die klare Botschaft der Verantwortlichen.

Mayk Knobloch blieb indes nach einstimmigem Votum Vorsitzender der Abteilung, Antonius Laumann weiterhin Kassenwart. Während Robert Schräder aus persönlichen Gründen nicht erneut kandidierte, komplettieren die Beisitzer Stefan Brinkmann und Dennis Schimweg den Vorstand der Fußballabteilung.

Startseite
ANZEIGE