1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Mit Bäumen ein Zeichen setzen

  8. >

Grüne schlagen einen Bürgerwald vor

Mit Bäumen ein Zeichen setzen

Sassenberg

Die Grünen haben an den Rat der Stadt Sassenberg einen Antrag gestellt. Sie wünschen sich einen „Bürgerwald“ oder eine Allee, deren Bäume von Sassenbergern oder Füchtorfern gespendet werden können.

Michèle Waßmann

Ähnlich wie es der jüngste Grünen-Antrag zum einem „Bürgerwald“ vorsieht, gibt es zwischen Everswinkel und Alverskirchen bereits eine „Schulbaum-Allee“ Foto: Michèle Waßmann

In den letzten Jahrzehnten sind in vielen Kommunen themenbezogene Wälder entstanden, so zum Beispiel der „Hochzeitswald“ in Münster. „Eins hatten diese immer gemeinsam, nämlich das Ziel, Bürgerinnen und Bürgern, die nicht über die entsprechenden Flächen verfügen, die Chance zu geben einen Baum zu pflanzen, ein Zeichen zu setzen“, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Norbert Westbrink in der Begründung zum in der jüngsten Ratssitzung vorgestellten Antrag der Grünen.

„Die Bedeutung von Bäumen für unser Klima und die Natur sollte mittlerweile jedem klar sein. Wir benötigen dringend Ersatz für die vielen Fichten, die durch die Trockenheit und den Borkenkäfer geschädigt sind und gefällt werden müssen“, unterstreicht der Politiker.

Und weiter heißt es: „Es wird eine Fläche als ,Bürgerwald‘ zur Verfügung gestellt. Diese kann auf städtischem Gebiet oder aber auch auf privatem Grund sein. Hier sollte Kontakt zu den Förstern und auch zu den Waldbesitzern aufgenommen werden. Zudem könnten auch Alleen angelegt werden.“

Eine solche Allee starteten die Grundschulen Everswinkel und Alverskirchen entlang der die Ortsteile verbindenden Kreisstraße 2005. Mittlerweile ist die Baumreihe voll und es wird ein neuer Platz gesucht. Passend und einheitlich zu jedem Baum gibt es eine Steele mit einer Info-Tafel. Ein besonders schöner Spruch ziert den Baum der 4 d: „Kinder wachsen und werden stark für ihr späteres Leben. Werde Du groß und stark, erinnere uns an unsere Kindheit.“

Auf einer in Sassenberg noch zu bestimmenden Fläche könne dann, entsprechend des Grünen-Antrages, jeder Bürger von Sassenberg und Füchtorf und natürlich auch alle Vereine, Schulen und sonstige Einrichtungen sowie Firmen zu besonderen Anlässen (Geburt, Hochzeit, Jubiläen, als besonderes Geschenk oder einfach nur um der Natur was Gutes zu tun) einen Baum pflanzen (oder auch mehrere).

Der detaillierte Antrag der Grünen ist quasi schon eine fertige Gebrauchsanweisung: „Die Baumarten werden durch die Gemeinde festgelegt (heimische, dem Klimawandel standhaltende Arten) und auch die Beschaffung des Materials (Bäume und Befestigungsmaterial) sollte über die Gemeinde organisiert werden. Einmal (bei Bedarf auch mehrmals) in der Pflanzsaison wird ein gemeinsamer Pflanztermin organisiert. Die ,Baumspender‘ übernehmen die Kosten für das Material und bekommen einen Platz an einer zentralen Tafel, auf der Informationen zum ,Klimafaktor‘ Wald aufgeführt sind und auf der alle Spender aufgeführt werden (Jahrestafel mit allen Spendern eines Jahres).“

Bürgermeister Josef Uphoff verlas den Antrag der Grünen in der jüngsten Ratssitzung und leitete ihn zur Beratung und Diskussion in den zuständigen Infrastrukturausschuss weiter.

Startseite
ANZEIGE