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Abschied nach 45 Dienstjahren

Mit Martin Kniesel geht ein Urgestein

Sassenberg

Martin Kniesel hat zwei ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Bürgermeister erlebt und mehrere Generationen von Stadtvertretern: Nach über 45 Jahren geht er nun in den Ruhestand.

-mi-

Ein großes Dankeschön nach über 45 Dienstjahren gab es von Bürgermeister Josef Uphof für Martin Kniesel (l.), der zum 1. Januar in den Ruhestand geht. Foto: Michèle Waßmann

Stehende Ovationen gab es am Donnerstagabend von allen Ratsmitgliedern für Martin Kniesel, der zum Ende des Jahres in den mehr als wohlverdienten Ruhestand geht.

„Eine Ära endet – die Amtszeit von Angela Merkel ist beendet, Jogi Löw hat den Staffelstab bei der Fußball-Nationalmannschaft übergeben, und jetzt geht auch Martin Kniesel, das Urgestein der Stadt Sassenberg“, unterstrich Bürgermeister Josef Uphoff. Martin Kniesel hat zwei ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Bürgermeister erlebt und mehrere Generationen von Stadtvertretern: Nach über 45 Jahren geht er nun.

Neuer Leiter des Haupt- und Personalamtes der Stadt Sassenberg wird zum 1. Januar Thorsten Puttins. Da Kniesel auch allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters war, übernimmt diese Aufgabe künftig Guido Holtkämper.

Bürgermeister Josef Uphoff

Martin Kniesel begann seine Tätigkeit als Stadtinspektoranwärter bei der Stadt Sassenberg im August 1976 im Alter von 21 Jahren. Seine erste Station nach Bestehen der Laufbahnprüfung war das Sozialamt – ab Oktober 1992 als Amtsleiter. Im Dezember 2000 wurde Kniesel vom Rat der Stadt Sassenberg zum allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters bestellt. 2002 übernahm der Verwaltungsprofi die Leitung des Haupt- und Personalamtes. „In seiner Tätigkeit hat er mit Erfahrung, Klugheit und Professionalität die Stadtverwaltung über Jahrzehnte hinweg sicher durch Höhen und Tiefen gesteuert – zuletzt durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie in diesem und im letzten Jahr“, lobte Uphoff seinen Mitarbeiter.

„Die von ihm mit Herzblut begleiteten oder initiierten Projekte lassen sich nicht alle aufzählen“, betont Uphoff. Exemplarisch nannte er danach die Aufnahme der Aussiedler und, damit verbunden, den Betrieb von Übergangswohnheimen, die Mitbetreuung von Neubauten städtischer Kindertagesstätten, die Aufnahme des Ganztagsbetriebes an der damaligen Hauptschule mit Erweiterung des Gebäudes (Mensa), die Verwaltung und Mitbetreuung des Neubaus der Realschule, die Umwandlung der beiden weiterführenden Schulen in eine Sekundarschule sowie die Einführung eines elektronischen Ratsinformationssystems. Im Personalbereich hat Kniesel unter anderem umgesetzt: eine Ausweitung der Ausbildungs- und Fortbildungsangebote, Homeoffice-Möglichkeiten, flexible Arbeitszeiten und ein familienfreundliches Arbeiten. Darüber hinaus habe sich Kniesel lange Zeit als Personalratsvorsitzender engagiert, bilanzierte der Bürgermeister.

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