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Flanierkonzert kommt bei Besuchern und Organisatoren super an

Musikalischer Hochgenuss

Füchtorf

Mit einem musikalischen Feuerwerk überzeugten die Musiker ihre Gäste beim ersten Flanierkonzert auf Haus Harkotten in Füchtorf.

Von Marion Bulla

Die „Musiklandschaft Westfalen“ begeistert die Besucher beim ersten Flanierkonzert rund um das Haus Harkotten. Foto: Marion Bulla

„Wir machen Musik auf höchstem Niveau an den herrlichsten Orten. Und das Ambiente hier ist wie gemacht für solch einen schönen klassischen Tag. Wir kommen auf jeden Fall wieder“, versichert Dirk Klapsing am Sonntagnachmittag begeistert von der Natur und der natürlichen Schönheit im Garten des Hauses Harkotten. Klapsing ist Intendant der „Musiklandschaft Westfalen“, die seit zwölf Jahren alljährlich eine Vielzahl an Konzerten auf die Beine stellt.

Aus der Not heraus waren die Flanierkonzerte entstanden. Zum ersten Mal findet eines nun unter dem Motto „So klingt der Sommer“ in Füchtorf statt. „Die Konzerte sind Open Air bei freier Platzwahl. Also vollkommen coronaconform. Man kann den Stuhl dahin stellen, wo man möchte“, erklärt der Musikliebhaber aus Borken.

Genau dies praktizieren die meisten der insgesamt rund 300 Gäste, die am Sonntag zu einem der drei Konzerte gekommen sind, die im Turnus von je zwei Stunden gespielt werden. Es ist ein herrlicher Tag mit sommerlichen Temperaturen. Die Sonne brennt. Viele haben sich deshalb lieber in den Schatten zurückgezogen. So sitzen die Besucher und Besucherinnen überall verteilt auf der großen Rasenfläche des Schlossgartens.

Unter den Gästen sind auch Dr. Bernd und Mechthild Riese, Dr. Günter und Brigitte Pösentrup sowie Dr. Eberhard und Stella Grimm. Die Gruppe ist sehr an Kultur interessiert und seit 45 Jahren befreundet. „Wir freuen uns sehr, dass es wieder so schöne Veranstaltungen gibt und wir hier dieses wunderbare Konzert genießen dürfen“, unterstreicht Dr. Bernd Riese. Auch sie haben einen wohltuenden Schattenplatz gewählt.

Dann erklingen die ersten Töne. Den Auftakt machen die Musiker Daniel Crespo, Audriy Ilkary (beide Trompete), Daniel Schneider und Pascal Morgenstern (Posaune) sowie Mihai Corodan an der Tuba. Sie entzünden ein wahres musikalisches Feuerwerk. Im Gepäck haben sie unter anderem fünf Sätze der bekannten Wassermusik von Georg Friedrich Händel (1685–1759) sowie die Jazz Suite von Dmitri Shostakovich (1906-1975).

Es folgt ein Holbläser-Quintett, das beispielsweise Anton Reicha (1770-1836) und ebenso einen Tango intoniert. Den Abschluss bestreiten die Streicher neben anderem Stücken mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und begeistern die Zuhörer.

Insgesamt treten an diesem Tag 15 Musiker und Musikerinnen auf der kleinen Bühne direkt vor dem Eingang des Herrenhauses auf.

„Die Bauherren des Hauses waren der Musik sehr zugetan. Das erkennt man auch an der Wandmalerei im Inneren wo Trompeten abgebildet sind. Wir wollen weiterhin die Kultur pflegen. Das ist uns wichtig“, betont Gastgeber Ferdinand von Korff. Sehr zur Freude der Musikfreunde, die am Sonntag einen musikalischen Hochgenuss der Extraklassegenießen konnten. Sie freuen sich schon jetzt auf das nächste Konzert im Hause von Korff.

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