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Letzter Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr

Neue Drohne kann wertvolle Dienste leisten

Sassenberg

Weihnachtsstimmung kam beim letzten Dienstabend der Freiwilligen Feuerwehr in Sassenberg auf. Schließlich erhielten die Kameraden und Kameradinnen eine besondere Spende.

Von Christopher Irmler

Die Kameraden Stefan Bußmann, Ralf Baker, Dirk Koßmann, Patrick Hillebrand, Matthias Freese und Bürgermeister Josef Uphoff (v.l.) freuen sich über die neuen Einsatzmöglichkeiten durch die von Jan Brechmann (2.v.r.) gespendete Drohne.  Foto: Christopher Irmler

Über einen Mangel an Aufgaben kann Patrick Hillebrand derzeit nicht klagen - im Gegenteil. So zählte der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr am Samstag den 152. Einsatz des Jahres - nach lediglich 108 im gesamten Jahr 2021. „Das ist für unseren Löschzug einzigartig und schon enorm.“

Im Feuerwehrgerätehaus kamen die Kameradinnen und Kameraden zum letzten Dienstabend des Jahres zusammen. „Ich bin froh, dass bis heute alle nach den Einsätzen unverletzt nach Hause kommen konnten.“ Ein letztes Mal standen Stiefel- und Materialpflege auf dem Programm, ehe das traditionelle gemeinsame Essen den Abend abrundete.

Auch Wehrführer Matthias Freese dankte „seinen“ Einsatzkräften für das gezeigte Engagement. Sein Dank galt zudem Bürgermeister Josef Uphoff und Ordnungsamtsleiter Martin Lüffe. Rat und Verwaltung hätten ein offenes Ohr, wie die jüngsten Neuzugänge des modernen Fuhrparks deutlich machten. Auch Hillebrand sprach von einem respektvollen Austausch auf Augenhöhe. „Wenn etwas getan werden muss, muss es getan werden“, befand Bürgermeister Uphoff. „Es ist einfach schön zu sehen, was hier ehrenamtlich geleistet wird.“ Für ihn handele es sich um ein wahres „Feuerwehrwochenende“, wie er mit Blick auf seinen Besuch des Füchtorfer Löschzugs am Tag zuvor erläuterte. Uphoff lobte die hohe Professionalität der Einsatzkräfte.

Drohne mit Wärmebildkamera

Die Wehrführung wiederum kann in Zukunft auf ein technisches Hilfsmittel zurückgreifen, das nur wenige Wehren im gesamten Kreis vorhalten dürften. Der Unternehmer Jan Brechmann hatte sich entschlossen, dem Löschzug eine im beruflichen Alltag kaum genutzte Drohne zu spenden. Sie stammt aus dem Bestand der von ihm übernommenen Messtechnikfirma Wendt - und kostete vor vier Jahren noch stolze 11.500 Euro. Für seinen Betrieb, der sich auf Gebäudesanierung spezialisiert hat, sei die Drohne kaum von Bedeutung. Vielleicht „drei- oder viermal“ sei sie in der Luft gewesen. Da sei das Fluggerät bei der Feuerwehr besser aufgehoben. „Das ist etwas, was uns in eine wahnsinnig komfortable Lage versetzt“, ordnete Hillebrand die Bedeutung des Neuzugangs ein. Die mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne könne etwa bei der Suche nach Vermissten wertvolle Dienste leisten. Generell seien Flüge in bis zu 4000 Metern Höhe technisch möglich. Ein erster Testbetrieb in 60 Meter Höhe habe bereits eindrucksvolle Aufnahmen geliefert.

Da zwei Mitglieder des Löschzugs bereits über den erforderlichen Drohnenpilotenschein verfügen, könnte die Drohne schon zeitnah im Fall der Fälle zum Einsatz kommen. Schulungen weiterer Kameraden dürften folgen. Die Wehr- und Löschzugführer wussten um die Bedeutung der besonderen Spende. Zwar seien auf Kreisebene entsprechende Fluggeräte vorhanden, auf kommunaler Ebene dürften aber lediglich die größeren Feuerwehren in den Genuss einer eigenen Drohne kommen, so Hillebrand.

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