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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Neue Herausforderungen warten

Sassenberg

Eine besondere Ehrung nahm bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bürgermeister Josef Uphoff vor. So zeichnete er die Kameraden aus, die im Zuge der Flutkatastrophe zum Einsatz gekommen waren. Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann stimmte die Aktiven zugleich darauf ein, dass solche Herausforderungen zunehmen werden.

Von Christopher Irmler

Nicht Helfer, sonder Helden seien laut Schreiben des Landesinnenministerium die Männer, die im Zuge der Flutkatastrophe 2021 eingesetzt wurden, Sie erhielten nun eine Ehrung. Foto: Christopher Irmler

Nach über zwei Jahren war die Wiedersehensfreude in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr groß. Am Mittwoch kamen die Kameraden im Sassenberger Gerätehaus zur Jahreshauptversammlung zusammen. Bürgermeister Josef Uphoff sprach beiden Löschzügen ein großes Lob aus. „Unsere Feuerwehr ist exzellent aufgestellt und jederzeit einsatzbereit.“ Regelmäßig tausche sich die Stadtverwaltung in einem vertrauensvollen, konstruktiven Rahmen mit der Wehrführung über Bedarfe aus.

Wehrführer Matthias Freese freute sich über ein „prächtiges“ HLF 10 für den Löschzug Sassenberg, im September, so sein Ausblick, könne das HLF 20 für den Löschzug Füchtorf abgeholt werden. „Es geht einiges voran“, so Freese mit Blick auf gleich fünf neue Fahrzeuge innerhalb von sechs Jahren – wohlwissend, dass dieses Tempo so wohl nicht gehalten werde. Sein ausdrücklicher Dank galt Rat und Verwaltung. „Ihr versteht die Feuerwehr, wie sie ist, also auch als eure Feuerwehr.“ Ferner dankte er den 122 Aktiven für ihren großen Einsatz und die Übernahme von Sonderaufgaben.

Klimawandel in vollem Gange

Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann dankte den Aktiven für ihre Treue und stimmte sie zugleich auf neue Herausforderungen ein. „Man merkt, dass der Klimawandel in vollem Gange ist.“ Es sei von häufigeren Hochwasserereignissen, Waldbränden und Stürmen auszugehen. Alle Feuerwehren müssten sich anders aufstellen, um dem gewachsen zu sein.

Dass die beiden Löschzüge auch in Corona-Zeiten gefordert waren, machten die jeweiligen Schriftführerberichte deutlich. In Füchtorf zählte André Depenwisch für die Jahre 2020 und 2021 38 beziehungsweise 54 Einsätze. André Paulsen verglich das Vor-Corona-Jahr 2019 mit 2021. Demnach stieg die Zahl der Einsätze von 68 auf 108 an.

Im Verlauf der Versammlung nahm Bürgermeister Uphoff eine besondere Ehrung vor. Für ihren Einsatz im Zuge der Flutkatastrophe 2021 erhielten Michael Blömker, André Paulsen, Niklas Freye, Jonas Averesch, Christopher Stallmann, Christoph Deelsma, Dominik Tarner, Laurenz Sielaff und Alexander Vinke (alle Löschzug Sassenberg) sowie Patrick Niermann, Tobias Holtkämper, Andreas Nierkamp, Markus Dingwerth, Stefan Wienker, Heiko Anschütz, Jonas Dahlke, Leon-Pascal De Buhr und Jan Böckenholt (alle Löschzug Füchtorf) eine Urkunde samt Ehrenmedaille. Sie seien „nicht Helfer, sondern Helden“, zitierte Uphoff ein Schreiben aus dem Landesinnenministerium.

Zuwachs in der Ehrenabteilung

Zuwachs erhielten derweil die Ehrenabteilungen beider Löschzüge. Für Peter Hartmann, Josef Versmold und Hermann Kellermann endete damit die aktive Zeit in ihrer Wehr. Als Jubilare ehrte die Führung an diesem Mittwochabend Werner Ber-heide und Thomas Feuersträter (35 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit), Andreas Ellebracht, Harald Borisch und Hermann Kellermann (40 Jahre) sowie Aloys Böckenholt und Wilhelm Freese (50 Jahre). Auf 25 Jahre im aktiven Dienst blickte Heiko Anschütz zurück. Seit 35 Jahren aktive Mitglieder waren bereits im vergangenen Jahr Günter Böckenholt und Friedhelm Tönnemann, deren Auszeichnung nun nachgeholt wurde.

Auch um die Zukunft dürfte den Verantwortlichen nicht bange werden. Schließlich entschieden sich mit Alexander Kahle und Jannik Querdel zwei junge Füchtorfer für den Dienst in der Wehr, in Sassenberg wählten Simon Becker, Sam Dahlhaus-Erichsen, Noah Exeler, Simon Mersmann und Paul Ostermann diesen Weg.

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