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Schulausschuss tagt in Aula der Johannesschule

Offener Ganztag braucht mehr Platz

Sassenberg

Die Mitglieder des Schulausschusses tagten in ihrer jüngsten Sitzung in der Aula der Johannesschule, das hatte gleich mehrere Vorteile: Neben einer großzügigen Räumlichkeit konnte auch gleich eine Besichtigung des Offenen Ganztages mit seinen Räumlichkeiten vorgenommen werden.

Von Ulrike von Brevernund

Der sanierte Vorplatz der Johannesschule zeigt trotz Baustelle schon seine neue Struktur mit Park- und Fußgängerbereich (oben). Foto: Ulrike von Brevern

„Jedes Mal wenn ich aus meinem Bürofenster schaue, freue ich mich!“, bekannte Maria Erdmann, Schulleiterin der Johannesschule, am Donnerstagabend, als sie den derzeitigen Stand der Umbauarbeiten am Vorplatz ihrer Schule präsentierte. Doch nicht nur wegen des Platzes tagte der Ausschuss diesmal in der Aula der Schule: Die Politiker inspizierten auch die Räume des Offenen Ganztags (OGS). Hier ist nach Ansicht der Verantwortlichen besonders die Küchensituation nicht mehr tragbar, aber auch ein weiterer Ausbau könnte nötig werden.

Fertigstellung Ende März

Bis der Vorplatz der Schule endgültig fertiggestellt ist, wird es wohl bis Ende März dauern, kündigte Bürgermeister Josef Uphoff an. Aber schon jetzt zeichnet sich die neue, durch Betonelemente und Pflanzungen geschaffene Struktur deutlich ab. Fußgänger und Autoverkehr kommen sich nicht mehr ins Gehege. „Es war mehr als nötig, jetzt tätig zu werden“, betonte Uphoff angesichts des langen Vorlaufs. Ebenso fasste der Ausschussvorsitzende Karsten Schuckenberg die Meinung der Politiker zusammen.

Den im Haushalt veranschlagten Kostenrahmen von 530 000 Euro wird das Projekt allerdings nicht einhalten. Ein Plus von rund 70 000 Euro ergibt sich laut Uphoff dadurch, dass das Gelände hinter der Sporthalle kurzfristig in die Arbeiten einbezogen wurde: „Wir wären zu einem späteren Zeitpunkt mit den schweren Maschinen nicht mehr dort hingekommen.“ Zum anderen erwies sich der Untergrund als noch schwieriger als gedacht, so dass rund 90 000 Euro mehr in die Bodenarbeiten flossen. Damit ergibt sich derzeit eine Kostenschätzung von 690 000 Euro.

Einrichtung platzt aus allen Nähten

Beim Thema OGS stießen Erdmann sowie OGS-Leiterin Birgit Kipp-Schawe und ihre Stellvertreterin Ingrid Genz bei den Ausschussmitgliedern ebenfalls auf offene Ohren. „Wir haben viele schöne Räume“, betonte Erdmann. Ein neuer Anstrich lässt sie hell und freundlich wirken. Doch rund 15 Jahre nach ihrem Start platze die Einrichtung dank stetig wachsender Nachfrage aus den Nähten. Familien müssten abgewiesen werden, da nicht mehr als 75 Kinder betreut werden können.

Auf den Nägeln brennt den Verantwortlichen aktuell die Mensasituation. In drei Schichten wird hier gegessen, aber die kleine Küche, sei für die Vorbereitung absolut unzureichend. „Dafür brauchen wir jetzt eine Lösung“, betonte Erdmann.

Johannesschule OGS Mensa Foto: Ulrike von Brevern

Daran zweifelten die Ausschussmitglieder nicht. Dass ein Um- oder Ausbau allerdings nur eine Zwischenlösung sein wird, darauf verwies Uphoff ebenfalls. Eine umfassende Lösung wird nötig, um dem Recht von Grundschulkindern auf einen OGS-Platz Rechnung zu tragen, das in rund fünf Jahren in Kraft tritt.

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