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Goldenes Weihejubiläum von Pater Wolfgang Strotmeier

Ordensmann wünscht sich mehr Freude statt Klagen

Sassenberg

Seit fünfzig Jahren ist Wolfgang Strotmeier von der Elve Priester, einige Jahre länger Franziskaner. „Wir sind keine Einsiedler“, sagt er über das Ordensleben.

Ulrike von Brevern

Pater Wolfgang Strotmeier (l.) und Füchtorfs Seelsorger Pastor Norbert Ketteler im Pfarrgarten Foto: Ulrike von Brevern

„Ein Stück Heimat“ - das bedeutet Füchtorfs Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt für Pater Wolfgang Strotmeier noch heute. Die meiste Zeit seines Lebens hat er allerdings in anderen Kirchen gebetet. Am Sonntag (7. August ) wird der gebürtige Füchtorfer mit einem Festhochamt um 10 Uhr sein Goldenes Weihejubiläum in der Pfarrkirche feiern.

„Wir wollen nicht Herr über euren Glauben sein, sondern Mitarbeiter an eurer Freude.“ Dieses Bibelwort hat der Ordensmann als Grundlage der Festpredigt gewählt, die er selber halten wird. „Unsere Zeit ist zu negativ geprägt“, ist er überzeugt. Freude am Glauben sei besser als beständig zu klagen. „Die ‚gute alte Zeit‘ hat es ohnehin nie gegeben.“

Pater Wolfgang Strotmeier

Pater Strotmeier wurde 1945 in Elve geboren. Sein Vater sei Ansprechpartner der Warendorfer Franziskaner gewesen, wenn sie auf den benachbarten Höfen Lebensmittel sammelten. Dadurch habe er nach Abschluss der Volksschule die Chance erhalten, in Dorsten und dann in der Nähe von Mönchengladbach eine Ordensschule zu besuchen. „Es war gut für mich, aus dem engen Kreis in Füchtorf herauszukommen“, erinnert er sich dankbar. Nach dem Abitur im Frühjahr 1966 trat er dem Franziskanerorden bei und studierte in Münster und München. 1972 wurde er von Bischof Heinrich Tenhumberg zum Priester geweiht. Der Pater, der heute in Fulda lebt, übte sein Amt an verschiedenen Orten aus, auch in Halberstadt in Sachsen-Anhalt. „Es fehlt der Mittelbau“, beschreibt er seine Erfahrung mit der Gemeinde in der ehemaligen DDR. Dort sei man für die Kirche oder eben vollständig weg. „Ein bisschen“ wie im Westen gebe es dort nicht.

Priester an vielen verschiedenen Orten

Wer in einen Orden wie den der Franziskaner eintrete, müsse „gemeinschaftsfähig“ sein, sagt der Pater: „Wir sind keine Einsiedler.“ So feiert er sein Jubiläum nach dem Festhochamt um 10 Uhr mit einem Empfang, den die Gemeinde im Pfarrheim organisiert. Um 16 Uhr findet noch eine Dankandacht statt.

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