1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Orgel, Bläser und Gesang begeistern

  8. >

Festkonzert in der Pfarrkirche

Orgel, Bläser und Gesang begeistern

Sassenberg

Das zweite Festkonzert im Rahmen des Stadtjubiläums „900 Jahre Sassenberg“ sorgte für beeindruckte und begeisterte Besucher.

Von Christopher Irmler

Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Applaus bei (v.l.): Tim Löhrs, Annika Dieckmann, Laura Loers und Gregor Loers für ein besonderes Konzerterlebnis. Foto: Christoper Irmler

Pater Joseph hatte nicht zu viel versprochen. „Heute Abend haben wir ein besonderes musikalisches Ereignis“, begrüßte er am Sonntagabend rund 40 Gäste zu einem Festkonzert anlässlich des 900-jährigen Bestehens Sassenbergs. Dabei begeisterten die vier Musiker Annika Dieckmann (Trompete und Gesang), Tim Löhrs (Trompete), Laura Loers (Orgel) sowie Gregor Loers (Orgel) mit einem facettenreichen Konzert.

Zum Auftakt erklang Johann Sebastian Bachs (1685-1750) Präludium in Es-Dur auf der Eule-Orgel, danach spielten Bläser und Orgel gemeinsam Henri Desmarets‘ (1661-1741) Rigaudon sowie einen Auszug aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel (1685-1759). Festlicher Gesang erklang erstmals, als „Sei stille dem Herrn“ aus der Feder von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) im Zusammenspiel mit der Orgel für eine besondere Atmosphäre in der Pfarrkirche sorgte. Zum breiten, mal klassischen, mal modernen Repertoire der Musiker zählte auch „Farewell to Stromness“ von Peter Maxwell Davies (1934-2016).

Ein Höhepunkt des Abends war wenig später das Zusammenspiel von Bläsern, Gesang und Orgel bei Henry Purcells (1659-1695) „Sound of the Trumpet“. Nach Werken von Johannes Brahms (1833-1897), Melchior Franck (1579-1639) sowie der Fuge aus der zweiten Orgelsonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy verabschiedete sich das Quartett stilecht mit „Schöne Nacht“ von Wilhelm Nagel (1871-1955) und einem A-cappella-Gesang vom begeisterten Publikum, das die Darbietungen mit langanhaltenden stehenden Ovationen würdigte.

„Das war wirklich mal ein Erlebnis“, entfuhr es einem Zuhörer beim Verlassen der Kirche begeistert. Und doch wurde am Rande auch Unmut laut. So herrschte im Vorfeld offenbar Unsicherheit, wann genau das Konzert beginne. Der Termin sei nicht ausreichend beworben und zum Teil widersprüchlich angekündigt worden, hieß es. Manche standen enttäuscht um 19 Uhr vor dem Hauptportal der Kirche und erfuhren so nur aus den Erzählungen, wie gelungen das Konzert gewesen sei. Schade – das junge musikalische Quartett hätte definitiv ein größes Publikum verdient gehabt.

Startseite
ANZEIGE