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KFD-Aktionswoche „Frauen, wem gehört die Welt?“

Pilgerreise zu Gott und Umwelt

Sassenberg

Die KFD Sassenberg hat sich in Corona-Zeiten etwas einfallen lassen. In der Aktionswoche „Frauen, wem gehört die Welt“, gab es eine kleine Pilgerreise, die sich vor allem mit der Umwelt auseinander setzte.

Rebecca Lek

Silke Budde, Gabriele Russel, Nicole Gruhn, Marion Micke, Renate Preuß, Gertrud Ulbrich und Gertrud Gäsing (v. l.) trafen sich, um gemeinsam im Rahmen der KFD-Aktionswoche der Frage auf den Grund zu gehen „Frauen, wem gehört die Welt?“. Foto: Rebecca Lek

„Frauen, wem gehört die Welt?“ lautete das Motto der KFD-Aktionswoche, die vom 21. bis zum 27. September stattfand. Unter Corona-Bedingungen ein entsprechendes Programm auf die Beine zu stellen gestaltete sich schwieriger, wie Marion Micke von der KFD Sassenberg berichtete. „Es ist viel ausgefallen. Normalerweise hätten wir bunte Abende gehabt“.

Stattdessen trafen sich Freitag am späten Nachmittag sieben Frauen der KFD an der Johannesschule, um gemeinsam einen vier Kilometer langen Weg zu pilgern. Hierbei ging es insbesondere um die Schöpfungsbewahrung und die zunehmende Veränderung der Flora und Fauna aufgrund zunehmender Umweltzerstörung. „Wir gehen rund um Sassenberg auf eine kleine Entdeckungsreise. Wir haben mehrere Stationen und können uns auf dem Weg austauschen und uns auf Gott besinnen“, erzählte Nicole Gruhn, die mit Marion Micke und Renate Preuß zum Organisationsteam gehörte. „Wir sind ein bisschen enttäuscht, dass es nicht mehr Frauen geworden sind. Wir freuen uns aber auf das gemeinsame pilgern“, bedauerte Micke. Als erste Station stand der Bildstock an der Grundschule auf dem Plan.

Nicole Gruhn

„Im Mittelpunkt des nachhaltigen KFD-Pilgerinnenweges steht all das was schützenswert ist – das, was uns und künftige Generationen gut leben lässt. Das, was Mut macht und Zeichen einer positiven Veränderung ist“, begrüßte Nicole Gruhn die Teilnehmerinnen. Gemeinsam begaben sich die Frauen auf den Weg durch den Brook zur Landwirtschaft Vrochte, weiter zum Tiergarten um nachher wieder in der Johannesschule anzukommen.

„Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Welt in all ihrer Vielfalt weiter überlebt. Das Klima ist ein zentrales Thema, dass immer zerstörerischer wird. Wir müssen hier lokal schauen und handeln. Es geht mittlerweile so weit, dass man sich schon Gedanken um den Baum vorm Haus macht. Braucht er vielleicht einen Eimer Wasser?“, erzählte Gabriele Russel über ihre Beweggründe den Pilgerweg mit zu laufen.

Die Vielfalt der Natur konnte die KFD im Brook bewundern. Gleichzeitig sollte es dazu motivieren, das Auto öfter stehen zu lassen und mehr mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen. „Die Lebensqualität in den Städten hat viel mit den Verkehrsverhältnissen zu tun, die oft Grund für großes Leiden der Bewohner ist. Dort fahren viele Autos umher mit nur einem oder zwei Insassen“, regte Renate Preuß die Pilgerinnen zum Nachdenken an.. während sie einen kurzen Halt im Brook machten.

„Wir müssen das vielleicht einfach ein Mal anders betrachten. Wir müssen nicht nur das Klima schützen, sondern uns selber. Denn wenn sich das alles so weiter entwickelt und das Klima umschlägt, sind wir Menschen die Leidtragenden“, beschrieb Silke Budde ihre Sichtweise.

Als nächste Station steuerten sie den landwirtschaftlichen Betrieb von Vrochte an, wo sich alles um das Thema Ernährung drehte. Reinhild Vrochte verglich die Landwirtschaft heute mit früher und berichtete über die lokale Vermarktung der Produkte. Hier hörten die Frauen einiges Neues, bevor sie sich auf den Weg in den Stadtpark machten.

Neben den Erinnerungen an die Wanderung sollten die Pilgerinnen nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Marion Micke verteilte kleine Pilgerinnenhefte, in dem jede ihre persönlichen Ziele eintragen sollte. „Werdet Zukunftsgestalterin und setzt euch selbst konkrete Ziele“. Als Vorschläge gab es beispielsweise den Fleischkonsum zu reduzieren, regionale Produkte zu kaufen und beim Thema Mobilität möglichst nur dann das Auto zu nutzen, wenn es unvermeidbar ist.

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