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Spargel zum Saisonstart einmal anders zubereiten

Rautenform kommt super an

Füchtorf

Die Spargelbauern hoffen auf wärmere Temperaturen und das alle Mitarbeiter und Kunden gesund bleiben. . „Der logistische und auch der hygienische Aufwand sind nicht zu unterschätzen, aber mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr und der ,Routine‘ in der zweiten Corona-Saison durchaus zu stemmen“, betont Christine Erdmann.

Michèle Waßmann

Leckere Spargelstangen Foto: Michèle Waßmann

Frische und Regionalität sind zwei Aspekte auf die die Verbraucher in den vergangenen Jahren verstärkt setzen und die nicht nur beim „Perfekten Dinner“ und in anderen Kochsendungen immer wieder hervorgehoben werden. Das beachtet auch Christine Erdmann seit längerem. Der Umsatz ab Hof steige stetig an. In der zweiten Spargel-Saison in Corona-Zeiten registriert die Geschäftsfrau noch etwas anderes. „Die Hofläden sind ein beliebtes Ziel geworden. Jetzt, wo vieles andere geschlossen ist, radeln nicht nur am Wochenende viele zu den Spargelbauern und kaufen ein.“ Nicht mehr als vier Personen gleichzeitig dürfen in den Hofladen in Subbern. Aber das Warten mache den meisten Kunden nichts aus. Die meisten seien froh, einfach mal vor die Tür zu kommen. Und nach dem Einkauf werde zuhause gekocht und geschlemmt. Denn Essengehen ginge ja momentan auch nicht.

Neben Spargel kann man sich direkt an der Bundesstraße 475 auch mit Eiern, Keksen, Fleisch, Schinken und Kartoffeln eindecken. So wie in den meisten anderen Füchtorfer Hofläden auch. Schon im zweiten Jahr bieten die Erdmanns ihren Kunden einen besonderen Service an. Der Spargel wird quasi mundgerecht in rautenförmige Stücke geschnitten – „Spargelettos“, perfekt für den Wok oder die Pfanne. Die Stangen werden zunächst geschält und dann in einer eigens dafür angeschafften Maschine ruckzuck und gleichmäßig in Form gebracht.

Eine Kundin hat Christine Erdmann ein Rezept von Tarik Rose empfohlen, was sie seitdem nicht nur selbst schon oft gekocht hat, sondern auch ihren Kunden empfiehlt. „Spargelsalat vom Blech“ ist schnell und einfach gemacht – nicht nur mit den praktischen „Spargelettos“. „Außerdem lässt es sich leicht variieren, mit anderem Käse, zusätzlichem Gemüse oder auch Champignons“, schlägt die Fachfrau vor. Für alle, die es nicht nur Veggie mögen: Eier und Schinken passen natürlich auch dazu.

Das Rezept eignet sich besonders für den Saisonstart, da man noch nicht allzu viel Spargel benötigt. Zur Zeit ist es noch etwas zu kalt für das „weiße Gold“. Erst bei 15 bis 20 Grad und deutlich wärmeren Nacht-Temperaturen sprießen die Stangen auf den Feldern kräftiger. „Aber das wird“, ist Christine Erdmann optimistisch. „Jede Saison hat ihre Eigenheiten vom Wetter und derzeit eben auch mit Corona.“

Momentan sind neun Mitarbeiter plus Verkäufer und Fahrer für den Familienbetrieb in Subbern im Einsatz. Wenn Hochsaison ist, sind es fast 20 Erntehelfer. „Der logistische und auch der hygienische Aufwand sind nicht zu unterschätzen, aber mit den Erfahrungen aus dem Vorjahr und der ,Routine‘ in der zweiten Corona-Saison durchaus zu stemmen“, betont die Spargel-Bäuerin.

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