1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Sassenberg
  6. >
  7. Safari-Feeling in der Münsterlander Natur erleben

  8. >

Sassenberger Kinder begleiten Jäger auf den Hochsitz

Safari-Feeling in der Münsterlander Natur erleben

Sassenberg

Rehwild auf dem Weg zum Rendezvous, ein erfolgreich jagender Bussard und spielende Hasen: beim „Ansitz mit Kindern“ gab es einiges zu sehen.

-pd-

22 Mädchen und Jungen begrüßte der Sassenberger Hegering zum „Ansitz mit Kindern“. Dabei ging es mit Fernglas und Fotoapparat statt mit Gewehr ins Revier. Foto: Mike Atig

Es war ein bisschen wie eine Safari: In knorrigen Geländewagen über Wald- und Feldwege rumpeln, über Stoppelfelder und durch Gebüsch zum Hochsitz schleichen und dann gespannt auf Wildtiere warten – der Hegering Sassenberg konnte seine Traditionsveranstaltung „Ansitz mit Kindern“ wieder als vollen Erfolg verbuchen. 22 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren waren samt ihrer Eltern zum Sassenberger Schützenplatz gekommen. Immer zwei Kinder durften sich einen Jäger aussuchen, mit dem sie ins Revier fuhren. Das Ziel: Gemeinsamer Abendansitz, ohne Gewehr, dafür mit Fernglas und Fotoapparat. Ihre Eltern ließen sie gespannt zurück.

„Wir hatten unheimlich Glück mit dem Wetter“, freut sich Bernhard Knollmeier, der Vorsitzende des Sassenberger Hegerings. „Es war ein wunderschöner Sommerabend. Fast überall hatten die Kinder Anblick!“ Anblick, so nennt der Jäger die Sichtung von Wildtieren aller Art. Und darum ging es an diesem Abend: Die Kinder sollten die Natur im Münsterland mit den Augen und mit der Erfahrung eines Jägers erleben.

Kinder lernen viel von den Jägern

„Wir haben Rehe gesehen. Erst ein weibliches Reh, dann einen Bock“, berichtete Lina begeistert, die während der zwei Stunden auf dem Hochsitz ihren Jagdführer mit Fragen regelrecht bombardierte. Im Flüsterton, versteht sich. Und so konnte sie beobachten, wie ein Bussard eine Maus erbeutete, wie Hasen im Stoppelacker spielten und sie sah eben auch Rehwild auf dem Weg zu einem Rendezvous. Sie und ihr jugendlicher Begleiter Luka lernten, dass die Ricken im Moment noch ihre Kitze säugen und dass sie, so wie alle Muttertiere, besonders geschützt seien. Sie lernten etwas über Wildschweine und wo sie zuhause sind. Sie lernten, dass Jäger verpflichtet seien, Wildschäden von der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Fischereiwirtschaft abzuwenden. Und dass der böse Wolf gar nicht so böse ist, wie er in Märchen immer beschrieben wird.

Nicht alle Kinder hatten so viel Glück und haben so viele Tiere gesehen wie Lina und Luka. Mit erfahrenen Jägern wie Jürgen Jakoby wurde ihnen dennoch nicht langweilig: „Das ist eben kein Zoo, sondern die Natur. Da gibt es keine Garantie, Tiere zu sehen. Aber man erlebt immer etwas. Wenn man genau hinschaut, gibt es viel zu sehen und viel zu erklären. Für meine beiden jungen Begleiter war die Fahrt mit meinem Geländewagen ohnehin das Größte.“

Startseite
ANZEIGE