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Campingkirche: Abendspaziergang und Stockbrotbacken

Schätze des Tages einsammeln

Sassenberg

Campingkirche in Sassenberg: Der Abendspaziergang mit Impulsen rund um den Feldmarksee kam bei den Urlaubern gut an. Am Mittwoch findet ein Stockbrotbacken auf dem Campingplatz Heidewald statt.

Von Marion Bulla

Campingkirche (v.l.): Helga Rennemeier, Reinhold Gebbe und Martina Gausepohl Liedern. Foto: Marion Bulla

Der Pfarreirat St. Marien und Johannes Sassenberg bietet alljährlich eine Vielzahl an verschiedenen Aktionen. In diesen Sommerferien ist etwa die „Campingkirche“ auf den Campingplätzen Eichenhof und Heidewald jeweils wöchentlich mit seinen verschiedene kreative Aktionen wie Windlicht gestalten oder Kerzen verzieren eine willkommene Abwechslung.

Angesprochen sind Urlauber und Dauercamper, die sich derzeit im Erholungsgebiet aufhalten. Im Sommer verbringen bis zu 10 000 Camper in Sassenberg ihre Freizeit. „Ein schönes Zeichen, das wir als Gemeinde dort setzen und der Kirche mit diesen Aktionen ein Gesicht geben“, heißt es dazu auf der Homepage.

„Wir laden zu einem Abendspaziergang ein, wo wir geistliche Impulse setzen wollen“, erzählt Pfarreirat-Sprecherin Martina Gausepohl, die zusammen mit Reinhold Gebbe und Helga Rennemeier unter einem eigens für die Aktion angeschafftem Schirm am Piratenschiff am Feldmarksee auf die Gäste zu einem Abendspaziergang warten. Am Ende sind sechs Camper und Camperinnen dabei. Darunter auch Gabi und Herbert Kämper. Seit 35 Jahren kommen die Ahlener zum Campingplatz Eichenhof, um sich zu erholen. „Wir haben das gelesen und dachten, toll, da gehen wir hin“, erzählt das Ehepaar. Auch Claudia Lovinfosse und Thomas von Morandell wollen sich dieses Angebot nicht entgehen lassen. Die Geschwister sind aus Aachen angereist und ganz begeistert vom Sassenberger Erholungsgebiet. „Wir sind zum zweiten Mal da und finden es sehr schön hier. So etwas wie eine Campingkirche kennen wir nicht, ist aber ein super Angebot“, so Claudia Lovinfosser.

Es gehe darum, die Urlaubszeit nachhaltig zu genießen, erklärt Martina Gausepohl die Idee, die hinter der Aktion steht, bevor Helga Rennemeier das Wort ergreift: „In den Sommermonaten kommen die besinnlichen Stunden oft etwas zu kurz“, bedauert sie. Die Kirche schlage aber auch dort ihre Zelte auf, wo die Menschen ihren Urlaub verbringen würden. Mitten unter denen, die heute unterwegs sind, sei sie sichtbar, erklärt Rennemeier und ergänzt: „Die kleinen Angebote der Campingkirche bieten uns ganz einfach die Möglichkeit, schnell mal abzuschalten vom Alltag und aufzutanken.“

Vier Stationen werden an diesem Tag angesteuert. An jeder gibt es einen kleinen Text. Manche sind lustig, wie die vom Angler, der die großen Fische zurück in den See wirft und nur die kleinen mitnimmt. Schließlich wird er gefragt, warum er das tue. Seine Antwort ist pragmatisch: „Meine Bratpfanne ist nicht so groß“.

„Nun, Sie lachen vielleicht bei dieser Antwort. Was ich Ihnen aber heute sagen möchte ist Folgendes: Sie und ich sind genau wie dieser Angler! Jedes Mal, sind wir wie dieser Angler, wenn wir Träume wegwerfen, die uns zu groß erscheinen, um sie zu erreichen“, erläutert Helga Rennemeier nachdenklich. Nachfolgend geht es um Urlaubserinnerungen, Alltagsstress und natürlich auch um die Kraftquelle Urlaub. „Es ist eigentlich eine gute Idee, abends quasi kurz die Schätze des Tages einzusammeln, sie noch mal Revue passieren zu lassen“, findet Rennemeier. Es gibt einige gute Impulse, die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an diesem Abend mitnehmen.

Am heutigen Mittwoch (28.7.)  findet um 18 Uhr übrigens ein Stockbrotbacken auf dem Campingplatz Heidewald statt. Organisator ist die Landjugend.

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