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Hans Rennemeier bringt Kalender für Sassenberg heraus

Schöne Ansichten der Heimat

Sassenberg

Zu Ehren seines Sassenberger Onkels Bernhard Rennemeier, der im September seinen 98. Geburtstag feierte, erstellte Hans Rennemeier gemeinsam mit der Kalender-Manufaktur Verden unter anderem auch einen Kalender mit Motiven aus der Hesselstadt.

Von Marion Bulla

Das Juni-Blatt zeigt die Straße Langefort (v.o.l.) Rechts ist das Haus Sökeland zu sehen links das alte Pastorat. Das Juni-Blatt zeigt die Straße Langefort (v.o.l.) Rechts ist das Haus Sökeland zu sehen Foto: Marion Bulla

Hans Rennemeier ist leidenschaftlicher Sammler. Im Laufe der Jahre hat sich bei dem 77-Jährigen eine beachtliche Kollektion von Poststücken mit Bezug zu den Ortschaften im Kreis Warendorf angesammelt. Darunter auch so manch ein historisches Exponat aus Sassenberg.

Insgesamt verfügt Rennemeier über eine ansehnliche Kollektion von Poststücken, die einen Bezug zu den Ortschaften im Kreis Warendorf hatten und mittlerweile mehrere Meter akribisch beschrifteter Aktenordner füllen. Für ihn gab es nur ein Kriterium: die Karten, die er anfangs auf Flohmärkten, bei Antiquitätenhändlern, in Auktionshäusern und auf Börsen fand und heute über Internet-Anbieter bezieht, mussten aus den alten Postleitzahlengebieten des Kreises stammen.

In den Klarsichthüllen befinden sich echte Kostbarkeiten und Raritäten. Einige Motive finden sich auch in den insgesamt fünf Kalendern, die der Warendorfer erstellt hat, wieder. Für die bunten Kitschkarten hätte ich nicht einen Euro ausgegeben

Die rund 6500 Stücke umfassende Sammlung Rennemeiers besteht vornehmlich aus Postkarten. Unter anderem ist auch eine mit Ornamenten verzierten Lithographie dabei, die eine Ortsansicht zeigt. Das wohl älteste Exemplar in der Rennemeierschen Sammlung aus dem Jahr 1895.

Zu Ehren seines Sassenberger Onkels Bernhard Rennemeier, der im September seinen 98. Geburtstag gefeiert hatte, erstellte er gemeinsam mit der Kalender-Manufaktur Verden unter anderem auch einen Kalender mit Motiven aus der Hesselstadt. In Sassenberg ist der Kalender in der Buchhandlung Bücher & mehr zu bekommen.

Zu finden sind hier allerlei interessante Motive aus ganz unterschiedlichen Zeiten. So schaut der Betrachter etwa auf die Pfarrkirche aus dem Jahr 1908, damals noch mit Dachreiter. Das Kalenderblatt Februar offenbart Erstaunliches: Die damals weniger als 2000 Einwohner zählende Gemeinde Sassenberg verfügte damals über ein eigenes Krankenhaus mit dem Namen St. Josefs-Hospital.

Von 1890 bis 1906 wurde an der Gaststätte Kiewitt (das heutige Zollhaus) an der Schürenstraße Wegezoll erhoben. Das März-Bild des Kalenders zeigt die Schranke. Zudem gibt es einige beeindruckende Luftaufnahmen. Etwa von der Wollspinnerei der Gebrüder Rath. Hier ist eindeutig zu erkennen, wie unbebaut Sassenberg einst war. Das Augustblatt zeigt ein altes Gebäude, das heute nicht mehr steht: das Residenzschloss, das an der heutigen Schlossstraße stand. 1827 hatte Jodocus Henricus Rath es erworben. Hier begann 30 Jahre später die Geschichte der Gebrasa.

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