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Innungsbester arbeitet in Sassenberg

Schrauber sind stolz auf den Kollegen

Sassenberg

Es sollte ein Beruf im Handwerk sein. Kraftfahrzeugmechatroniker passt wohl: Julian Valentin Bülte ist Innungsbester.

Von Marion Bulla

Ein eingespieltes Foto: Marion Bulla

Michael Wiengarten ist stolz. Und das zu Recht. Sein Auszubildender Julian Valentin Bülte hat die Lehre als Innungsbester in der Gesellenprüfung zum Kraftfahrzeugmechatroniker abgeschlossen. „Ich wusste schon, dass Julian gut ist. Die Zwischenprüfung hat er schließlich auch mit Eins bestanden“, sagt der Inhaber der Werkstatt Kfz-Service Wiengarten strahlend und fügt an, aber als Bester im gesamten Kreis, das sei schon beeindruckend.

Auch der Innungsbeste selbst freut sich über das außergewöhnlich gute Ergebnis. „Dass ich der Beste bin, ist toll. Da habe ich echt nicht mit gerechnet“, bemerkt der 30-Jährige bescheiden. Dass Schrauben sein Ding ist, habe er erst sehr spät gemerkt, gibt er zu. Nur eines sei ihm von vornherein klar gewesen: Es sollte ein handwerklicher Beruf werden.

Julian Valentin Bülte über seinen Titel

„Ich wollte erst einmal in die verschiedenen Bereiche reinschnuppern. Unter anderem war ich zum Beispiel bei einer Tischlerei. Das hat mir auch Spaß gemacht, aber den Job bis zur Rente zu machen, das konnte ich mir dann doch nicht vorstellen“, erinnert der gebürtige Sassenberger sich.

So kam er auf die Idee, es in einer Werkstatt zu versuchen. Michael Wiengarten bot ihm in seinem Betrieb zunächst ein Praktikum an. „Mein Team und ich, wir waren sehr positiv überrascht, als wir mitbekamen, wie gut er sich anstellte. Das ist heutzutage nämlich eher selten der Fall. Da habe ich ihm eine Ausbildungsstelle angeboten“, erzählt der KFZ-Meister, der insgesamt fünf Mitarbeiter beschäftigt.

Am 1. August 2018 startete Julian Valentin Bülte seine Ausbildung an der Robert-Linnemann-Straße. Nach dreieinhalb Jahren schloss er diese Ende Januar ab. Am vergangenen Samstag kam dann das endgültige Ergebnis mit der Urkunde. Auch Michael Wiengarten hat als Ausbildungsbetrieb eine bekommen. „Die bekommt einen Ehrenplatz“, sagt der Chef und strahlt.

Ehrenplatz für die Urkunde

Die Aufgaben im Rahmen der Gesellenprüfung seien für ihn nicht allzu schwer gewesen, so der 30-jährige Absolvent. „Wir mussten unter anderem auf Zeit eingebaute Fehler finden und Messungen durchführen“, erörtert der frisch gebackene KFZ-Mechatroniker.

„Der Beruf ist abwechslungsreich. Am Diagnosegerät zu arbeiten ist genauso spannend wie einen Zahnriemen zu wechseln“, unterstreicht Bülte. Michael Wiengarten hat auch schon Ideen, wie er seinem neuen Gesellen in Zukunft einsetzen möchte. „Er wird Seminare und Schulungen besuchen zum Thema Service- und Diagnosetechnik“, berichtet der Sassenberger Kfz-Meister.

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