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Neue Sitzgelegenheit auf Schulhof der Sekundarschule

Siebtklässler bauen sich ihre Bank

Sassenberg

Stolze 32 Meter lang ist die Schulbank, die die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs im Wahlpflichtfach Technik/Hauswirtschaft in der schuleigenen Werkstatt anfertigten. Sämtliche Arbeitsschritte wurden in Eigenregie durchgeführt.

Von Christopher Irmler

Die an den Arbeiten beteiligten Siebtklässler nahmen gerne auf der von ihnen geschaffenen Foto: Christopher Irmler

Wirklich einladend waren die Betonsteine vor der kleinen Herxfeldhalle nie. Elisabeth Suer, Schulleiterin der Sekundarschule, litt laut eigener Aussage immer ein wenig mit den Schülerinnen und Schülern mit. Je nach Witterung habe sie ihnen nie guten Gewissens empfehlen können, dort Platz zu nehmen.

Im Sommer sei der Beton oberflächlich regelrecht heiß geworden, im Winter sei er kalt gewesen. Doch Schülervertretung und Schüler des siebten Jahrgangs strebten eine dauerhafte Veränderung an - mit Erfolg.

Am Freitagmorgen präsentierten sie gemeinsam mit ihrem Lehrer Jürgen Schürenkamp das Resultat ihrer Bemühungen. Statt kahlem Betonstein gibt es nun entlang der Hallenkopfseite eine durchgehende Holzbank.

Für einen Weltrekord hat es nach Schürenkamps Recherchen zwar nicht ganz gereicht. Aber das sei auch nie das Ziel gewesen, betont er im Gespräch.

Ein Weltrekord war nie das Ziel.

Stolze 32 Meter lang ist die Schulbank, die die Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs im Wahlpflichtfach Technik/Hauswirtschaft in der schuleigenen Werkstatt anfertigten. Sämtliche Arbeitsschritte wurden in Eigenregie durchgeführt. „Die eigentliche Arbeit fand aber hier draußen statt“, betont Schürenkamp mit Blick auf den Schulhof und den finalen Bestimmungsort der Bank. Rund 240 Einschlagdübel waren nötig, um das mehrfach gestrichene Holz zu befestigen.

Auf der Schulbank der Sekundarschule gibt es jede Menge Platz – auch auf Abstand. Foto: Foto: Christopher Irmler

Wichtig war allen Beteiligten eine möglichst lange Nutzbarkeit der neuen Sitzgelegenheit. Entsprechend flossen viele Stunden in die Realisierung des Projekts - deutlich über den Schulalltag hinaus.

So stand für ein Quartett um Schülersprecher Linus Hartmann der Rosenmontag von 10 bis 16 Uhr ganz im Zeichen der Holzarbeiten – der Straßenkarneval fiel bekanntermaßen Corona zum Opfer.

Gewissenhaft und fachmännisch, so Schürenkamp, hätten die Siebtklässler an ihrem Projekt gearbeitet. Genau beziffern ließe sich der Arbeitsaufwand nicht. Er rechne mit mindestens fünfzehn Stunden.

Übrigens: Eine kleine Hintertür zum – um nach Schürenkamps Recherchen um lediglich fünf Meter verpassten – Weltrekord für die längste Schulbank ließ der Pädagoge mit einem Augenzwinkern offen: Man könnte die Sitzgelegenheit an der Kopfseite der Turnhalle über Eck ja in Richtung Haupteingang noch verlängern. In jedem Fall dürften sich auch die Schüler der kommenden Jahrzehnte über die neue Sitzgelegenheit ihres Schulhofs freuen.

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