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Stimmungsvoller Besuch bei Schnee und Fackelschein

St. Nikolaus kommt über die Hessel

Sassenberg

Wenn der Nikolaus kommt, dann ist das für Kinder ein besonderes Erlebnis. Wenn er höchstpersönlich Süßigkeiten verteilt erst recht. Aber wenn er wie in Sassenberg per Boot über die Hessel in die Stadt kommt, dann ist das schon außergewöhnlich.

Von Marion Bulla

In diesem Jahr kam der Nikolaus wieder über die Hessel in die Stadt. Dazu gab es sogar leichten Schneefall. Foto: Marion Bulla

Da ist was los. Die Hesselbrücke an der Schachblumenwiese im Brook, wo der Nikolaus traditionell am Vorabend des 6. Dezember mit dem Boot ankommt, ist zum Bersten gefüllt. Bei winterlichen Temperaturen mit leichtem Schneefall drängen sich unzählige Eltern und Kinder, um bloß nicht zu verpassen, wenn der Nikolaus kommt. Denn das ist bekanntlich in Sassenberg für die Kinder ein ganz besonders Erlebnis. Der Besuch des Mannes mit der rot-goldenen Bischofsmütze ist seit Jahrzehnten ein alljährliches Highlight, denn er kommt nicht einfach mit der Kutsche angefahren, sondern traditionell mit dem Boot über die Hessel.

Auf der Hesselbrücke nahmen der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht ein Bad in der Menge. Foto: Marion Bulla

Coronabedingt fand das beliebte Zeremoniell zwar zwei Jahre lang nicht statt. Aber in diesem Jahr schon. Pünktlich kommt er im Schein der Fackeln und mit musikalischer Begleitung durch den Spielmannszug angefahren. Ein imposantes Bild. Die vielen Kinder staunen mit großen Augen, wie majestätisch der Nikolaus mit seiner Mütze, dem roten Umhang und dem langen weißen Rauschebart daherkommt. Gemeinsam mit dem Herold und Knecht Ruprecht (Norbert Rutte) schippert er in dem kleinen Boot, das seinen Namen trägt, die Hessel entlang und winkt den Kleinen zu, die ihn bereits sehnsüchtig erwartet haben. Die laufen ihm beim Ausstieg aufgeregt entgegen. Der Nikolaus freut sich über die vielen glücklichen Gesichter. „Wie schön, dass ihr da seid. Geht es euch gut?“, fragt er die Kinder und setzt sich nach dem Bad in der Menge in die wartende Kutsche, um sich gemeinsam mit der großen Menschentraube auf den Weg zur Johannesschule zu machen.

Nanika, Emilia, Sophie und Melia, trauten sich, ein Gedicht vorzutragen und wurden belohnt. Foto: Marion Bulla

Viel Applaus bekommen hier die Erstklässler Felix, Emma, Sophia, Mary-Rose und Kajus, die dem Nikolaus souverän ein Gedicht vortragen. Auch Nanika, Emilia, Sophie und Melia trauen sich vor so großem Publikum - es sind sicher mehr als 1000 Menschen zum Schulhof gekommen - etwas vorzutragen. Das verdient, und bekommt, viel Applaus.

Die stimmungsvolle Musik kam von Nachwuchsmusikern des Gebrasa-Blasorchesters. Foto: Marion Bulla

850 Tüten hatte das Nikolauskomitee um Frank Deitert, der auch in diesem Jahr den Nikolaus mimt, im Vorfeld für die Kinder gepackt. Die werden nun, nachdem der Nikolaus aus seinem goldenen Buch - „Es ist ein Buch und kein I-Pad“ - stellvertretend für alle braven Kinder, Mia, Noel und Leon gelobt hat, die sich die Zähne putzen, einen Helm beim Radfahren tragen und nicht allzu viel Fernsehen, an die Kinder auf dem Schulhof verteilt. Zum ersten mal steht auch der Herold, alias Christian Borgmann, Nikolaus und seinem Knecht dabei helfend zur Seite. Es sind einfach viel zu viele Kinder, die ihm voller Vorfreude die Hände entgegenstrecken.

Am Ende gehen alle glücklich nach Hause: Die Kinder freuen sich über die Tüte und die Eltern darüber, dass ihr Nachwuchs glücklich ist. Und Nikolaus und sein Team freuen sich aufs nächste Jahr. Ein unvergessliches Erlebnis halt.

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