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Unmut über Containerumzug

Standort wird neu diskutiert

Füchtorf

Niemand hat den Standort für Glassammelcontainer gerade vor der eignen Tür. Doch in Fall des neuen Standorts vor der Schule ließen Politiker und Schulleitung den Vorwurf des „St.-Florian-Prinzips“ nicht gelten. Sie befürchten Gefahren für die Schulkinder.

-uvb-

Am neuen Standort neben der „Einflugschneise“ zur Grundschule könnten Scherben und Wespen Kinder gefährden. Foto: Ulrike von Brevern

Der neue Containerstandort an der Grundschule in Füchtorf war gerade eingerichtet, da gab es bereits harsche Beschwerden. Leidenschaftlich kritisierte Schulleiterin Marlies Buresch am Montag im Füchtorfer Ortsausschuss den neuen Standort unmittelbar am Zugang zum Schulhof. Sie befürchtet gerade an dieser Stelle eine erhebliche Verletzungsgefahr für die Kinder, sollte der Standort – wie verbreitet üblich – durch Scherben verunreinigt werden. „Hätte man mich gefragt, hätte ich das auch gesagt“, betonte sie.

Der durch das neugestaltete Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses bedingt verlagerte Standort sei „unglücklich“, hatte zuvor der stellvertretende Bürgermeister Klaudius Freiwald das Thema in den Ausschuss getragen. Bauamtsleiter Thomas Middendorf verwies auf ähnliche Anlagen in der unmittelbaren Nähe von Kitas. Ein Stabmattenzaun werde den Standort, der zwei Mal wöchentlich gereinigt werde, durchsichtig sichern. Bürgermeister Josef Uphoff verwies darauf, dass nach einem Standort lange gesucht worden sei. Warum die Schulleitung vor der konkreten Planung nicht involviert wurde, blieb offen.

Alternative Unterflur?

Auch Dirk Schöne (CDU) kritisierte den Standort „in der Einflugschneise der Kinder“, und machte neben Scherben auch auf Wespen aufmerksam, die im Sommer durch den Standort vermehrt angelockt werden könnten. Sein Vorschlag: Eine – allerdings kostenaufwendigere – Unterflurlösung, wie sie auch am Sassenberger Schulzentrum verwendet wird, könnte das Problem entschärfen. Alternativ könnte der Standort neben den Parkplatz am Immanuelhaus rücken.

Hier würde sich bei der Leerung auf Grund der Verengung der Straße aber möglicherweise der Verkehr stauen, bemerkte Uphoff, als er die Problematik am Dienstag dem Infrastrukturausschuss kurz erläuterte. Ein Argument, das Peter Holz (FWG) nicht gelten lassen wollte. Der Bürgermeister sagte zu, den endgültigen Ausbau des Standorts zu stoppen, um die Frage erneut zu klären.

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