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Dach des Neubaus an der Emanuel-von-Kettelerstraße ist gerichtet

Tagespflege sucht kreativen Namen

Füchtorf

Der Neubau der Tagespflegeeinrichtung an der Emanuel-von-Kettler Straße könnte in diesen Tagen Richtfest feiern, würde sich so etwas in Corona-Zeiten nicht ganz von allein verbieten. „Schade“, meint Andrea Baxpöhler, Geschäftsführerin der Caritas Seniorenheime Betriebsführungs- und Trägerschaft-Gesellschaft in Freckenhorst und damit Vertreterin der Bauherrin.

Ulrike von Brevern

Zimmermeister Ludger Werdelhoff und seine Kollegen legen letzte Hand an die Dachkonstruktion des neuen Seniorenhauses im Schatten von St. Mariä Himmelfahrt. Das Richtfest fällt aus. Foto: Ulrike von Brevern

Doch ansonsten ist sie sehr zufrieden: „Mit den Bauarbeiten liegen wir gut in der Zeit“, freut sie sich. Und auch die Seniorenwohnungen, die hier in den oberen Geschossen entstehen, seinen gut nachgefragt. Herzstück des neuen Gebäudes im Schatten von St. Mariä Himmelfahrt, eingerahmt von der Kita St. Marien und dem Pfarrheim der katholischen Gemeinde, wird jedoch die Tagespflege sein. Auf 270 Quadratmeter Fläche im Erdgeschoss sollen künftig bis zu 15 Gästen über Tag betreut werden, berichtet Baxpöhler. Die Eröffnung ist für August / September geplant, doch Anmeldungen nimmt Baxpöhler schon jetzt entgegen.

Nach einem Namen für die neue Einrichtung sucht die Caritas allerdings noch. Dafür möchte sie auch die Füchtorfer mit ins Boot holen. Für den kreativsten Vorschlag hat die Betreibergesellschaft jetzt als Preis ein Abendessen für zwei Personen in der Gaststätte Artkamp ausgelobt - wenn die Gaststätten wieder geöffnet sind. Vorschläge sind bis zum 31. Dezember willkommen und können im Pfarrbüro (Kirchplatz 3) abgegeben werden.

„Wir haben für unseren Neubau eine klassische, robuste Bauweise gewählt“, sagt Baxpöhler. Die Wohnungen jedoch seien bewusst zukunftsweisend mit Blick auf Digitalisierungsmöglichkeiten in der Pflege ausgestattet. „Wir möchten helfen, dass die Bewohner dort auch bei Unterstützungsbedarf möglichst lange unabhängig wohnen bleiben können“, betont sie. So werde schon beim Bau berücksichtigt, dass später auf Wunsch Assistenzsysteme wie Sturzprotektoren oder der Hausnotruf nachgerüstet werden könnten. Wer die Klingel nicht mehr höre, könne durch Lichtreize auf Gäste vor der Tür aufmerksam gemacht werden, nennt Baxpöhler ein weiteres Beispiel für solche Systeme.

Insgesamt neun Wohnungen entstehen in dem Neubau, sieben davon sind bereits reserviert, berichtet die Geschäftsführerin zufrieden. „Wir werden uns um Zusammenhalt, ein gutes Zusammenleben der Bewohner kümmern“, kündigt sie an. „Wir wollen die Menschen begleiten, damit sie sich wohlfühlen.“ Dabei könnten einerseits die Mitarbeiter der Tagespflege helfen, aber auch die Lage in der Nachbarschaft des Pfarrheims als möglicher Treffpunkt sei ideal. Und wer nicht mehr selber kochen kann oder will, profitiert von der Nähe zum Kindergarten: Der bekommt sein Essen vom Altenzentrum in Sassenberg, das damit für die Bewohner des Neubaus auch „Essen auf Rädern“ anbieten könnte.

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